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Erzbischof Francis von Bangkok zum Kardinal ernnant

Kardinal Francis BkkPapst Fanziskus hat gestern, am 04.01.2015, insgesamt 20 neue Kardinäle ernannt.

Dankbar kann auch die Kirche von Thailand sein. Denn Erzbischof Francis Xavier Kriengsak Kovitvanit wurde ebenfalls in den Kreis der engsten Vertrauten des Papstes erhoben.

Deshalb gratuliert die deutschsprachige katholische Gemeinde in Thailand, ausdrücklich zusammen mit der evangelischen Schwestergemeinde, dem neuen Kardinal von ganzem Herzen.

Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg als Kardinal und Erzbischof von Bangkok Gottes reichen Segen und viel Heiligen Geist, der ihn leiten soll.

Mit der Bitte um Ihr Gebet für ihn und die Thailändische Kirche sende ich Ihnen die besten Grüße

Herzlich Jörg Dunsbach, Pfr.

 

 

 

Weihnachtsgruß 2014

No Kings– Die Bewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) hat ein neues Feindbild entdeckt: Die Heiligen drei Könige. „Sie sind ein Menetekel dafür, wie weit die Islamisierung des Abendlandes bereits an das Zentrum des Christentums herangerückt ist“, sagt Kurt Krabbich, Pegida-Sprecher für den Kreis Gütersloh, und fügt erklärend hinzu: „Drei Männer aus dem Morgenland kommen direkt bis an die Krippe Christi. Ja geht’s denn noch?“

Den Einwand, dass es den Islam zu Zeiten Christi Geburt noch nicht gegeben habe, will Krabbich nicht gelten lassen. „Das war doch schon immer das gleiche Gesocks. Früher wie heute. Lange Bärte, Turbane und Kamele. Und ein Schwarzer war auch noch dabei. Das passt einfach nicht in unsere abendländische Kultur“, erklärt der 56-Jährige kopfschüttelnd.“ – Zitat Ende!

Soweit ein Bericht des Satire-Magazins „Der Kaiserschmarrn“ (hier zum ganzen Artikel). Ich weiß auch nicht, wie man dieser neuen in Deutschland um sich greifenden Strömung angemessen begegnen soll, aber auf satirische Weise scheint es mir nicht unbedingt der schlechteste Weg zu sein.

Wie auch immer – ein Fragezeichen an die Heiligen Drei Könige zu machen – ob das nun wirklich eine Lösung ist? Doch selbst Historiker haben da ihre begründeten Zweifel, und wie so oft: Legenden haben meistens auch einen historischen Kern. Im Falle der drei Royalties mit letzter Ruhestätte im Kölner Dom – übrigens vor genau 850 Jahren dort angekommen – eben einen politischen, wenn man den Geschichtsgelehrten Glauben schenken will. (hier zum Artikel)

Weg Bagdada-BetlehemAch ja, Glauben – ein gutes Stichwort. Der hilft, wenn man es auf Biblisches herunterbricht. Da sind zunächst einmal nur eine unbestimmte Anzahl von Sterndeutern unterwegs aus dem Zweistromland. Mesopotamische Astrologen, die in der Berechnung von Planetenbahnen und deren mythologischer Deutung ziemlich gut waren. Das muss man ihnen schon lassen. Mit Sicherheit wesentlich kompetenter als ein eher doch peinlich-amüsantes Moderatorenteam bei Astro TV. Leider ging dann deren reiches, auch mathematisches Wissen verloren. Erst Johannes Keppler hat es 1603 zurückgerechnet und die Himmelserscheinung des Jahres 7 v. Chr. wieder entdeckt – das astronomische Ereignis: Eine Planetenkonjuktion, die als Stern von Betlehem Weltruhm erlangte.

Also: Magier, Zauberer, in geheimes Wissen Eingeweihte, noch nicht einmal jüdischen Glaubens, Heiden, Ungläubige! Nun, das ist ja schon eine sehr dubiose Gesellschaft, die dort an der Krippe zusammen kommt und auch noch Audienz erhält. Was die wohl im Schilde führen…? Ein Horoskop erstellen? Jedenfalls, – sie bringen Geschenke mit: Gold, Weihrauch und Myrrhe – daher erst die Nummerierung der Könige auf insgesamt drei.

Nun gut – mission accomplished – neuer König gefunden, und dann schnell wieder ab nach Hause, aber aus geopolitischen und sicherheitsrelevanten Gründen kehrten sie ja bekanntlich auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Was also ist da passiert? Die Sterndeuter berechneten die Planetenbahnen und aus dem Ergebnis entstand eine Vision. Nun gut, hätten die Sterndeuter in die Zukunft geschaut und auf das Bonmot Helmut Schmidts gehört, demnach Menschen mit Visonen besser zum Arzt gehen sollten, sie hätten sich wohl eher mit Datteln und Kokusmilch an die Ufer des Euphrats gesetzt.

Statt dessen gaben sie ihrer Fantasie Raum. Läge es im Bereich des Möglichen, dass tatsächlich ein neuer König geboren wird? Mächtig, und anders als alle anderen? Dieser Traum, der sich von Innen erfüllt, diese Vision vom Heil, von Erlösung, von diesem ganz Anderen-, es muss so stark gewesen sein, alle Vernunft über Bord zu werfen und sich magisch vom Stern angezogen auf den Weg zu machen, denn lang und mühsam war ihr Reisen hin zur Stadt Jesusalem.

Hier treffen sich die göttliche Verheißung und die unbändige Sehnsucht nach dem Retter, dem Erfüller aller menschlichen Erwartungen nach Frieden. Eine unbändige Kraft, die sie nicht innehalten lässt, selbst Angesichts der Begegnung mit dem mörderischen Herodes. Gegen alle Angst wagen sie den Aufbruch, weil Gott zu ihnen spricht mit der Triebkraft ihrer Sehnsucht: „Vertraut euch selbst und dieser unüberhörbaren inneren Stimme, die euch leitet!“

Gold, Weihrauch und Myhrre - Geschenke der hlg. 3 KönigeUnd dann: Geschenke! Maria wird sich sicher gefragt haben, was damit anzufangen ist. Aber – vielleicht waren die Drei Könige keine Väter und wussten es eben nicht besser, „was man halt so braucht“. Wer weiß?

Jedenfalls, sie hatten eine andere Absicht. Ihnen ist etwas Großartiges gelungen, nämlich: Der Versuch, das zum Ausdruck zu bringen, was ohnehin so schwer zu sagen ist: „Eigentlich möchte ich Dich umarmen. Ich will Dir sagen, was für ein Reichtum, was für ein Geschenk DU für mich bist. Du bist mein eigentliches, mein wahres Glück!“ In diesem Sinne verstanden sind Geschenke demnach wie ein Echo des Beschenkten, wie eine Reflektion dessen, dem man etwas Gutes tun möchte. Und in diesem Sinne tun die Weisen recht daran, Gold, Weihrauch und Myrrhe zu schenken.

Denn sie schenken im Grunde genau das, was – symbolisch gesehen – wir Menschen wesentlich sind und was wiederum in diesem idealen Menschensohn und Gotteskind Ausdruck finden wird bei dessen Predigt und in seinem späteren Tun.

Dieses Kind wird als erwachsener Mann mehrfach und wiederholt für alle sichtbar machen, dass unter all den Hüllen der öffentlichen Meinung, der Erbärmlichkeit und Ausgrenzung ein Mensch steckt als ein geläutertes Stück Gold – wertvoll und unbezahlbar. Von da an unmöglich, im Sinne Jesu einen Menschen achtlos zu behandeln oder wegzuwerfen. Und – natürlich bei aller Bescheidenheit – dankbar darf man sich auch selbst so verstehen, als einzigartiger Sternenstaub mit einem Herz aus Gold.

AufsteigenDas im Neuen Testament unbedachte Thomasevangelium überliefert die Aussage Jesu: „Wer mir nahe ist, der ist dem Feuer nahe“ (V. 82). Na, wer hat dies noch nicht erlebt, wie das Herz und die Seele Feuer fängt, fast verbrennt bei leidenschaftlicher Liebe, bei ungebändigter Ergriffenheit, bei auflodernder Begeisterung, und sich wie entfesselter Duft ausbreitet und erhebt, eben genau so wie der aufsteigende Dampf des Weihrauchs: sich entfaltend, frei, schwerelos und vor allem: die Angst überwindend. Endlich Raum zu finden und wieder atmen zu können, beschwingt und lebendig zu sein, und das Leben bis in seine tiefsten Fasern spüren zu können. Selbst, wer dies nicht mehr kann, erinnert sich immer noch gerne daran…

SalbungUnd natürlich – weil Leidenschaft stets Leiden schafft-, die Verheißung von Gottes Trost in allem Leid und Schmerz, der sich nicht nur im buddhistischen Verständnis selbstverständlich durch das Leben zieht wie ein beständiges Memento Mori, sondern konsequenter Teil des Lebens ist und im Tod, im letzten Loslassen den Höhepunkt erreicht.

Doch gerade in dieser Angst, in dieser Unvollkommenheit und Zerbrechlichkeit legt sich Gottes Geist wie eine Heilsalbe, eben wie Myrrhe, auf unsere Seele. Getröstet darin zu sein, dass auch dieses Kind genau diese Erfahrung machen wird. Der Schmerz ist nicht alles, das Vergehen ist nicht Ziel des Lebens, der Tod hat ausgespielt. Er gehört gleichwohl zum Leben dazu, aber ohne Selbstzweck und nicht als bestimmende zerstörerische Kraft des Lebens, das nämlich stärker ist als der Tod. Denn wer glaubt, der ist niemals alleine. Wirklich – was für ein Trost und zugleich das Todesurteil über die Verzweiflung.

Sumerische_Tafel_SonnensystemWir wissen nicht, was diese Wissenschaftsreisenden bei ihrer Rückkehr nach ihrer astronomischen Expedition in Babylon erzählt haben, und keine Keilschrifttafel überliefert es uns. Aber vielleicht haben sie es mit ihren Worten so ausgedrückt: Gott bricht sich Bahn in unseren Visionen und Träumen. Er ist nicht aufzuhalten. Er bringt uns in Bewegung. Er wird wiedergeboren in unseren Worten voll Zärtlichkeit, in der Kreativität und den Werken der Künstler, im Suchen nach der Wahrheit, dem Schönen und dem Guten, im Getröstetsein und in der Wertschätzung für jeden, dem man begegnet.

So geben die Könige als Geschenk eben nur zurück, was sie und damit wir alle schon längstens bekommen haben. Und keine Sorge: Sie werden auch weiterhin ihren Platz in unseren Krippen behalten. Denn genau dort gehören sie hin – in den Mittelpunkt des Geschehens, wo sich Himmel und Erde berühren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Lieben und Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest 2014 – wo immer Sie auch sein mögen.

Herzlich

Jörg Dunsbach, Pfr.

 

 

 

 

 

Wir haben gewonnen! Weihnachtsbaumaktion 2014

Foto 18.12.14 22 33 55Allen Mitarbeiterinnen der Deutschen Botschaft, die die Weihnachtsbauaktion durchgeführt haben und allen, die sich bei der Abstimmung beteiligt haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön:

schriftliche Abstimmung: 161
Online-Abstimmung: 1.189
zusammen: 1.350 Stimmen

… und damit erster Platz für den Weihnachtsbaum der Deutschen Botschaft und ein Preisgeld von 100.000 THB für die Jugendlichen des Waisenheimes in Nong Bua Lamphu.

Vielen Herzlichen Dank!!!

 

 

Ein Klick, der hilft … Weihnachtsbaumaktion 2014

 

Central Christmas TreeAuch dieses Jahr veranstaltet die Central-Group wieder die Christmastree-Charity-Aktion. Verschiedene Botschaften schmücken einen vorgegebenen Weihnachtsbaum. Die öffentliche Abstimmungsaktion ermittelt dann, wer die meisten Stimmen bekommen hat.

Die Deutsche Botschaft möchte in diesem Jahr – im Falle des Gewinnens – das Preisgeld dem Haus Mutter Maria, also den Kindern und Jugendlichen in Nong Bua Lamphu zu Gute kommen lassen. Das Preisgeld beträgt 100.000 THB. Und heute bin ich wirklich nicht unparteiisch! Deshalb:

Bitte – stimmen Sie für den deutschen Weihnachtsbaum. Damit geben Sie Ihre Stimme den Jugendlichen aus dem Waisenheim.

Wenn Sie sich also beteiligen wollen und einen FACEBOOK-Account haben, dann gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

 

 

 

 

1. Klicken Sie diesen Link an:
http://christmascharity.central.co.th/Germany.html

2. Loggen Sie sich dann über die angegebenen Felder bei FACEBOOK ein.

3. Folgen Sie den Hinweisen und stimmen Sie dann für den deutschen Weihnachstbaum ab.

4. Teilen Sie bitte den Link auch unter Ihren facebook-Freunden, oder leiten Sie diese Mail bitte weiter, damit möglichst viele sich an der Stimmabgabe beteiligen können.

Ende der Abstimmung ist am 15. Dezember 2014. Sobald, das Ergebnis vorliegt, werde ich Sie gerne wieder darüber informieren.

In diesem Sinne besten Dank für Ihre Mithilfe. Gemeinsam und mit Engagement schaffen wir es bestimmt, diese Aktion zu einem riesigen Geschenk für die Kinder und Jugendlichen zu machen.

Allerbesten Dank!

Herzlich

Jörg Dunsbach, Pfr.

 

 

 

Wenn auch die Erinnerung verblasst…

Bildschirmfoto 2014-11-25 um 12.32.47…so bleiben doch die Wunden.

Zugegeben, ich kann es mir nicht vorstellen, wie es damals war. Unbändige Wassermassen, Entsetzen, blanke Todesangst, Überlebenskampf, Atemlosigkeit, sterbende Menschen in unmittelbarer Nähe, der Verlust von Freunden, Angehörigen, Kindern, die elendige Hilflosigkeit; ach, und so viele Erlebnisse und Empfindungen angesichts derer sogar die Sprache versagt.

Es ist erst, oder für manche schon 10 Jahre her, dass der Indische Ozean von einem immensen Seebeben erschüttert wurde, das dann einen verheerenden Tsunami auslöste, der erst an den Grenzen Afrikas, Indiens, Sri Lankas, Thailands, Indonesiens und anderen Anrainerstaaten seine ganze zerstörerische Macht ausbreiten konnte. Eine Katastrophe in mehreren Akten, die mit den geologischen Vorgängen erst ihren Anfang nahm.

Tsunami – „Welle im Hafen“ wie es im japanischen fast schon verharmlosend heißt – bis vor 10 Jahren nur einigen Menschen in gefährdeten Gebieten Japans, Hawais und Süd-Amerikas in seiner Schrecken verbreitenden Tragweite bekannt. Nochmals aufgefrischt durch die unglaublichen Bilder, die die Tsunami-Katastrophe im März 2011 in Japan in real time auf unsere Bildschirme brachte.

Jeder kann sich heute die Bilder von 2004 und 2011 immer und immer wieder ansehen. Und doch bleibt mein Entsetzen beim Betrachten der zum Teil unzensierten und drastischen Bilder weit hinter dem zurück, was Menschen dabei erlebt haben.

DSC_4535Es war der 26. Dezember 2004, der zweite Weihnachtsfeiertag. Die Meldung vom schweren Seebeben erreicht mich morgens beim Aufstehen. Meine spontane Reaktion: Tsunami. Und so kam es auch. Bis zum Ende der Messe war klar, dass ein solcher die Küsten des indischen Ozeans erreicht. Und mir war ebenfalls klar, dass nun, gerade in diesem Moment, viele Menschen ihr Leben verlieren. Die Nachrichten habe es ja Stunde um Stunde bestätigt. Und nicht lange danach hörte ich zum ersten, aber leider nicht zum letzten mal, diesen zynischen und verachtenden Satz: „Na, an Weihnachten fährt man auch nicht dorthin!“ Auch heute hege ich für solche Äußerungen mehr als nur Unverständnis, sondern pure Verachtung. Als trüge man selbst Schuld an einem Naturereignis, das Menschen das Leben gekostet hat. Und was ist mit denen, die dort lebten und nicht Urlaub machten!? Aber lassen wir das …

Nun, 10 Jahre danach, geben uns die Medien wieder die Möglichkeit, an all das erinnert zu werden. Gerade die Gegenüberstellungen von vorher und nachher und heute zeigen eindrücklich, was in 10 Jahren alles passiert ist.

Was man nicht sieht, das sind all die Schäden, die die Seelen der Betroffenen erlitten haben. Seien es die Einheimischen rund um den Ozean, seien es die vielen Urlauber oder Menschen, die sich dort ihre Existenz aufgebaut haben. Mit einem Schlag hat diese Wellenfront tiefe Wunden geschlagen, die immer noch da sind. Die auch bei solchen Gedenken zu „runden Jubiläen“ erst recht wieder schmerzen oder aufbrechen. Plötzlich steigen einem Gerüche in die Nase von damals, oder selbst Geräusche sind zu hören, die damals die Luft erfüllten, obwohl doch alles still um einen ist. Bilder tauchen auf wie Blitzlichter, und sie brennen sich tief in die Netzhaut der Seele ein. So, als wäre es erst gestern gewesen…

Viele haben geholfen, diese Wunden zu versorgen. Viele haben es geschafft, mit den inneren Verletzungen zu leben, aber niemandem ist es gelungen, all dies zu verdrängen. Es bleibt. Und es fordert auch sein Recht, angeschaut und ernst genommen zu werden.

Eine Möglichkeit bieten die zahlreichen Gedenkveranstaltungen im Rahmen des 26. Dezember 2014 in Kao Lak oder wo auch immer entlang der betroffenen Küsten und der Inseln Thailands. Und bei einigen dieser Veranstaltungen werden auch unsere beiden deutschsprachigen Kirchen dabei sein.

Bildschirmfoto 2014-11-25 um 12.47.34Die deutsche Notfallseelsorge wird am und um den 26. Dezember 2014 in Kao Lak den Rahmen schaffen, innerhalb dessen die drei deutschsprachigen Botschaften, die beiden Kirchen und eine Reihe von Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern zusammen mit allen interessierten Betroffenen sich der Ereignisse von vor 10 Jahren erinnern, der Toten gedenken, den vielen Hilfskräften von damals danken und die Betroffenen begleiten, – im Dasein, Beten, Reden, Schweigen, Alleinesein, Weinen, Trauern, Trösten – wie auch immer. Vorsichtig werden wir uns alle sowohl dem Tag, dem Ort und den Gefühlen nähern.

Wenn wir uns alle bemühen, dann verliert vielleicht die Angst vor der Auseinandersetzung mit dem Vergangenen ihre hässliche Fratze. Gemeinsam das Unerträgliche auszuhalten kann in diesen Tagen vielleicht zum Schlüssel werden, wieder eine neue Tür ins Leben aufzuschließen oder gestärkt und hoffnungsvoll auf dem bereits eingeschlagenen Weg weiter in die Zukunft zu gehen. …eben „hoffen bis zuletzt…“

Wenn auch die Erinnerung verblasst, – die Wunden bleiben und niemand kann sie einfach „weg machen“. Zu lernen, sie auszuhalten und als unauslöschlichen Teil des eigenen Lebens mitzunehmen, macht sie nicht leichter, aber tragbarer. Jedenfalls werden wir mit allen darum beten…

In diesem Sinne der Hinweis auf die Homepage: www.10JahreTsunami.de

Dort finden Sie alle Hinweise, wie wir diese bedeutsamen Tage miteinander gestalten wollen.

 

 

 

Deutsche Hilfswerke in Zusammenarbeit
mit Katholischer Kirche in Thailand

IMG_4395-1Bei einem Besuch in der Deutschen Botschaft bei Botschafter Rolf Schulze überreichte Bischof Pibul, Bischof der Diözese Nakhon Sawan und Vorsitzender von Caritas Thailand, ein Gastgeschenk mit Königlichen Produkten, um seine Wertschätzung und Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Stellvertretend für die Bundesrepublik sollte Botschafter Schulze wissen, wie dankbar Caritas Thailand für die hervorragende Zusammenarbeit mit den deutschen Hilfswerken ist. Caritas, Missio, Misereor und das Kindermissionswerk sind langjährige Partner der Thailändischen katholischen Kirche und unterstützt zahlreiche Projekte und Aufbaumaßnahmen im landwirtschaftlichen Bereich, in der Erziehung und Bildung, sowie bei der gesamten Flüchtlingsproblematik entlang der burmesischen, laotischen und kambodschanischen Grenze. Wer sich gerne mehr darüber informieren will, kann hier den entsprechenden Jahresbericht 2014 über alle von Deutschland aus mitgetragenen und mitfinanzierten Projekte lesen.

 

 

 

 

 

Geiz ist geil?

 

saturn-geiz-ist-geilBestimmt erinnern sich noch viele an diesen aufdringlichen Werbeslogan, der mittlerweile schon 12 Jahre alt ist. Wegen seiner provokanten Art schaffte dieses große europäische Elektronikkaufhaus genau das, was man als verkaufsorientiertes Unternehmen will: Aufmerksamkeit schaffen und sich im Bewusstsein der Kunden von anderen Konkurrenten unterscheiden. Werbestrategisch sicher ein Erfolg.

Ok, dann überlegen wir mal, was passieren würde, wenn Jesus bzw. Kirche sich das auch zu Eigen gemacht hätte: Keine Speisung der 5000, kein Abendmahl, keine caritativen Einrichtungen, keine Sozialstationen, keine Spendenaktionen, keine was auch immer … Ja, selbst der Klingelbeutel wäre ziemlich schnell ausgestorben.

Und mit Sicherheit gäbe es heute keine abendlichen Feuer (zumindest in Europa) und keine Laternenumzüge. Und noch dazu: der legändere Bettler aus dem vierten Jahrhundert wäre in den Straßen von Amiens wahrscheinlich elendig erfroren. Und das Martinslied wäre nie erfunden worden.

Neben seiner Bekehrungsgeschichte und der Bedeutung des Hl. Martin von Tours für die Kirchengeschichte bleibt für uns heute – vor allem durch die Prägung und Hinführung der Kinder zu seiner Person – seine Bedeutung als barmherziger Soldat, der trotz seines Ungehorsams dem Kaiser gegenüber das Teilen mit den Armen als Werk der Nächstenliebe erkannt und umgesetzt hat.

Er hat viel verloren – nicht nur die Hälfte seines Mantels, sondern auch die Achtung durch die Soldaten und seiner Vorgesezten. Aber die Erkenntnis des Guten war stärker als alles Festhalten an seinen Besitztümern – materiell und ideell. Und somit hat er doch mehr gewonnen als verloren. Paradox – aber so ist das mit dem Evangelium, mit der Frohen Botschaft eben oft, wenn sie konkret wird.

Menschen und Kirche können nur überleben durch das Teilen – materiell und ideell. Deshalb ist der Martinstag mehr als „Sonne, Mond und Sterne…“, mehr als nur ein bunter Laternenumzug im Herbst – und schon garnicht nur darauf zu reduzieren. Er ist Inbegriff einer Haltung, die auch Christen auszeichnet.

Schön, dass man dies lernen kann durch ein altes Brauchtum, oder zumindest daran erinnert wird. Sankt Martin bleibt ein ziemlich attraktives Vorbild für eine funktionierende Gesellschaft und für Christen, die auch diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die sonst kein Ansehen genießen. Damit wird Leben wieder hell. Jeder wird – wie das leuchtende Beispiel des Hl. Martin – zu einer Laterne, einem strahlenden Licht.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Martinstag und allen Martins einen gesegneten Namenstag.

Denn: Nicht „Geiz ist geil“, sondern …

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Weitere genaue Informationen finden Sie >hier.

 

 

 

Nikolaus – Das Original!

Ökumenischer Adventsgottesdienst und Nikolausfeier 2014

Nikolaus 13:14Unter dem Titel „Nikolaus. Das Original“ laden ein: die Deutschsprachige Katholische Gemeinde und die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Thailand und zu einem adventlichen Gottesdienst und einer Nikolausfeier am

Samstag, dem 29. November 2014 um 15.30 Uhr

im Garten des katholischen Pfarrhauses
152, Sukhumvit Road Soi 20 in Bangkok. (Anfahrst-Beschreibung)

Parkmöglichkeiten sind beim Pfarrhaus vorhanden – Anreise per BTS oder Taxi ebenfalls problemlos möglich.

Wir beginnen gemeinsam mit einem ökumenischen Kindergottesdienst. Im Anschluss ist dann die Kinderbescherung durch den Nikolaus, wärend die Familien, Eltern und Gäste bei weihnachtlichen Kaffeetrinken auch Plätzchen und Kuchen genießen können. (Info-Flyer)

 

Eine Voranmeldung ist dringend erbeten!

 

Der Vorverkauf der Eintrittskarten findet bei der Evangelischen und der Katholischen Gemeinde (nach den Gottesdiensten) sowie in der Swiss School Bangkok statt.

Der Eintritt beinhaltet das adventliche Kaffeetrinken für alle und die Nikolaustüten für die Kinder:

THB 300,- für Erwachsene, THB 150,- für Kinder

 

Kuchenspenden:
Zwar ist schon eine Anzahl von Weihnachts-Stollen zugesagt, aber dennoch wollen wir um Kuchenspenden bitten. Wer also gerne einen Kuchen, Gebäck, Weihnachtsplätzchen, Lebkuchen oder ähnliche Leckerein beisteuern will, das dies gerne tun. Darüber freuen sich dann alle. Bitte auch hier eine kurze Rückmeldung geben, was Sie gerne mitbringen möchten: post@gemeinde-bangkok.com

 

Online-Anmeldung:
Wer die Karten nicht persönlich nach den Gottesdiensten oder in der Schweizer Schule kaufen kann, hat die Möglichkeit, auch online die Karten vorzubestellen. Diese müssen dann bei Besuch des Festes an der Kasse in bar bezahlt werden. Bitte beachten Sie, dass vorbestellte Karten auch bei Nichterscheinen nachträglich bezahlt werden müssen.

Bei Vorbestellung wenden Sie sich bitte an folgende Email-Adresse: post@gemeinde-bangkok.com

Geben Sie dabei bitte die Anzahl der Erwachsenen und die der Kinder an.

 

Beide Kirchengemeinden freuen sich, mit den Kindern und mit Ihnen zusammen den Nikolaustag feiern zu können. Herzliche Einladung!

 

 

 

 

St. Martins – Feier mit Laternenumzug

Die Schweizer Schule in Minburi und die beiden Kirchengemeinden laden herzlich zur St. Martinsfeier mit anschließendem Laternenumzug ein.

Der Abend beginnt um 17.00 Uhr mit einem Buffet für Eltern und Kinder. Im Anschluss an die Feier zur Geschichte des Hl. Martin findet dann der Laternenumzug statt.

Weitere genaue Informationen finden Sie >hier.

 

„… ich hab´ heut´ Nacht vom Strand geträumt!“

Gästebuch Kids Nong BuahKhun May sagte dies mit schlaftrunkenen Augen am Sonntag Morgen beim Frühstück und stand immer noch unter dem Eindruck des Strandausfluges, bei dem die Jugendlichen aus Nong Bua Lamphu zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer gesehen haben. Und der Glanz der Wellen und der Sonne stand immer noch in ihren müden Augen. Man kann es auch erahnen aus dem Gästebucheintrag, der links zu sehen ist. Aber der Reihe nach!

Seit Juli planten wir den Besuch der Kinder aus dem Baan Mae Maria – dem Haus Mutter Maria (Mother of Perpetual Help Center) der Steyler Missionare in Nong Bua Lamphu. Über den Kontakt zu Bernd Ruffing, der de facto die Einrichtung leitet und der seit nun fast drei Jahren dort tätig ist, hatte ich im Juli im Namen der Gemeinde die Einladung aussprechen dürfen, hier in Bangkok und Umgebung 5 Tage Urlaub für die Jugendlichen zu organisieren. Und es war ein für die jungen Thais beeindruckendes Programm.

 

Muh Ka TaNach einer langen Anfahrt aus dem weiten Nord-Osten Thailands kamen die Kids dann erschöpft, aber erwartungsvoll am Mittwoch, den 22. Oktober 2014 in Bangkok an. Dankenswerter Weise haben uns die Redemtoristen in ihrem Gästehaus in der Soi Ruamrudi die Möglichkeit zur Übernachtung gegeben. Hungrig natürlich – übrigens wie immer – machten wir uns gleich auf den Weg zum gemeinsamen Abendessen. Und dabei durften die Neulinge gleich mal erleben, was es heißt, in der Landeshauptstadt mit dem Auto unterwegs zu sein. Spontan wurde von ihnen die Sukhumvit umgetauft in „Straße des unendlichen Staus“ – Soi Rod Dit Mak Mak. Aber schließlich kamen wir doch im Restaurant an. Muuh Ka Ta – Feuertopf und Grill – BBQ auf den Tischen und „eat as much as you can“ – genau das richtige für die hungrigen Mägen. Zum Glück war das Buffet reichlich gefüllt, so dass dann doch alle gesättigt ins Bett fielen und sich auf den nächsten Tag freuten, stand doch der heißersehnte Ausflug ans bisher unbekannte Meer auf dem Programm.

StrandSchön, dass sich noch andere Gemeindemitglieder gemeldet hatten, um den Ausflug mit zu machen. So konnten wir mit zwei Kleinbussen am frühen Donnerstagmorgen nach Sattahip aufbrechen. Nach dem Besuch der Zierfischfarm setzten wir mit der Fähre über. Kaum auf Kho Samae San am Strand angekommen, ließ sich die Rasselbande nicht mehr halten. Ab ins Wasser und unter Anleitung der Army eine Kurzeinweisung zum Schnorscheln. Und dann ab aufs Motorboot raus zur Insel und Schnorscheln inmitten bunter SchiffFischschwärme. Was für ein Erlebnis für die Jungs und Mädles, die Fische sonst nur auf dem Teller kennen. Ein gemeinsames Abendessen am Meer war dann der Abschluss eines ereignisreichen Tages.

 

Am Freitag stand dann Besichtigung des Königstempels und -palastes an. Aber vorher noch die Tour mit BTS: Zum ersten Mal Hochbahn fahren. Eine Mischung aus Angst, Erwartung, Abenteuer und Spannung lag in der Luft. Und schließlich war es garnicht so schlimm. Genau wie die anschließnde Tour mit dem Busboot auf dem Fluss bis zum Pier Ta Chan – eine Premiere mit hohem Erlebnispotenzial. Sichtlich beeindruckt von der Größe, den Menschenmassen und dem vielen Gold und Glitzer konnten die Jugendlichen auf eigenen Wegen die gesamte Anlage erkunden. Schön, auch mit ihnen zusammen dann den Haupttempel mit den Grünen Buddha zu besuchen. Selbst für die, die mitlerweile getauft sind, ein bewegendes Erlebnis, innerhalb des zentralen Nationalheiligtums inne zu halten. Schließlich stammen alle aus dieser Kultur und rühren auch wieder an ihrer Herkunft und ihren Wurzeln. Ein spontanes stilles Gebet, ein Staunen vor dem großartigen Buddha und ein paar Gedanken bei geschlossenen Augen – für die Jugendlichen sicher auch ein sehr persönlicher Moment des Nachdenkens über alle Freuden und Sorgen ihres jungen Lebens… Anschließend die obligatorischen Fotos vor den Wachsoldaten der Königsgarde. Schade nur, dass Königspalastdie unwetterartigen Regenfälle immer wieder eine Pause einforderten, was aber der Freude der Kinder keinen Abbruch tat.

Danach zunächst zurück in die Unterkunft und dann ab zur Gartenparty ins Pfarrhaus. Im mit bunten Lichtern und Zelten geschmückten Pfarrzentrum war bereits alles in vollem Gange. Die internationalen Gäste aus Bangkok, Hua Hin und Pattaya füllten den Garten und die Terrasse, zumal ja auch Essen und Getränke gratis zur Verfügung standen. Schnell mischten sich die Gäste und viele Gespräche mit neuen Leuten sorgten für gute Laune. Gegen Ende sorgten die Jugendlichen noch für ein besonderes Highlight. Mit ihren wunderbaren Kostümen tanzten sie zu der ihnen bekannten Musik aus dem Issan einen traditionellen Tanz – vornehmlich die Mädels, aber auch bekleitet von den sichtlich schüchternen Jungs, die dann doch ihr Bestes versuchten zu geben. Aber alle zusammen in ihrer Form, der Gemeinde Danke zu sagen für die wunderbaren Tage, die sie hier geschenkt bekommen haben. Muh brachte es in ihren Dankesworten dann auch nochmal auf den Punkt. Abschließend dann noch ein kleines Feuerwerk, das allerdings den Regen heraufbeschwörte. Aber da das Fest ohnehin zu Ende ging, war dies nicht weiter störend. Schließlich waren alle froh und zufrieden über geselliges Feiern, Essen Thai Danceund Trinken mit vielen bunten Gästen. An dieser Stelle natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an alle, die zum Fest beigetragen haben. Andreas Luck und seiner Frau vom Catering, dem spontanen Küchenteam im Backround, dem Hl. Josef an der Zapfanlage, und natürlich meinen Hausangestellten bei Auf- und Abbau und während der Feier. Alle zusammen trugen dazu bei, dass wir am ganzen Abend bestens versorgt waren.

 

Kanus

 

„Pack die Badehose ein – nimm dein… hm, was auch immer und dann nix wie ab zum Stausee“! Wie jetzt, in Bangkok? Klar doch! Nong Bon Water Reservoir – mitten in der Stadt, also zwischen Innenstadt und Flughafen. Ein riesiger Wasserrückhaltesee, gepflegt und betreut vom Royal Navi Club. Eine tolle Idee, den Samstag dort zu verbringen.

Eigentlich war ja geplant, das Balett Onegin anzuschauen vom Stuttgarter Staatsbalett. Aber die zugesicherten und gesponsorten Tickets wurden uns drei Tage vorher wieder vom Thailand Cultural Center entzogen. Was für eine Enttäuschung – nicht nur für die Kinder, sondern auch für mich. Obwohl sich die Verantwortlichen ganz genau im klaren waren, wem sie die Karten versprochen haben, scheint es No Dancewohl einfacher zu sein, ein großes Kontingent von VIP-Karten umsonst zur Verfügung zu stellen für Menschen, die sich diese ohne weiteres auch selber leisten können. Aber ihren eigenen Landsleuten, also Kindern, die noch nicht einmal mehr Familien und es noch dazu schwer genug im Leben haben, – also diesen dann kurzfristig anzubieten, die teuren Karten ja kaufen zu können, obwohl es anders zugesagt war, das war schon mehr als enttäuschend. Nun gut, ich habe anscheinend gelernt, was man im Thailand Cultural Center wohl unter Kultur versteht. Ich ziehe auch daraus meine Konsequenzen und werde dort keine Konzerte mehr besuchen.

SegelbooteWie auch immer – wir fanden eine tolle Alternative. Auf dem See konnten wir nämlich nach Herzenslust Kanu fahren und kleine Segelboote ausprobieren. Phu versuchte mir mit Händen und Füßen zu erklären, dass er nur kleine Seen kennt, aber noch nie so einen großen gesehen hatte, geschweige denn mit einem Segelboot gefahren wäre. Auch hier tolle und kompetente Einweisung durch Stefan Spiess und seinen Sohn Nathaniel, und ab aufs Wasser. Als dann doch noch Wind aufkam, – Fahrzeugwechsel und raus mit den Segelbooten. Ein Riesenspaß – nicht nur für die Jugendlichen.

Nach der Mittagspause dann wieder zusammen raus zum gemeinsamen Abendessen. Na, da haben die Kids sich wie zu Hause gefühlt. Im Sabai Jai Restaurant in der Ekkamai gab´s nämlich original Isan-Food – also wie daheim. Die Tische bogen sich, danach die Mägen – und es blieb mal wieder nichts übrig. Unglaublich, was die alles verdrücken konnten. Ich hab mich jedenfalls sehr darüber gefreut. Aber keine Sorge: Bernd bestätigte mir, dass sie immer genügend zu essen bekommen. Und verdrücken können die dann immer sehr viel – ohne zuzunehmen. Wie machen die Thais das eigentlich nur???

Messe ThaiSonntags dann – klar – zum gemeinsamen Abschlussgottesdienst mit der deutschsprachigen Gemeinde. Vorbereitet hatten die Jugendlichen auch einige Lieder, die wir zusammen oder im Wechsel auf Thai und Deutsch singen konnten. Als Predigt – simultan übersetzt von Bernd Ruffing – dann der Hinweis, dass Gott uns alle wie Diamanten geschaffen hat. Einzigartig und unendlich wertvoll, manchmal aus den Tiefen der Erde kommend und vielleicht unscheinbar, aber nach dem Schleifen durch das Leben zu strahlendem Glanz bestimmt. Weil ja das Licht, das in uns hineinfällt, wie beim Diamanten 100%ig reflektiert werden kann. So macht Gott unser und wir das Leben anderen hell und leuchtend. Die Kids haben verstanden, was wir ihnen mit auf den Weg geben wollten…

Alles in allem – ganz tolle Tage. Und ich glaube, dass viele sich freuen würden, wenn wir dies im kommenden Jahr wiederholen könnten.

DonateAn dieser Stelle auch den besten Dank an alle, die beim Gartenfest eine kleine Spende hinterlassen haben. Vor allem aber demjenigen, der aus Deutschland eine große Spende gemacht hat, damit der Bus und Transport der Jugendlichen finanziert werden konnte. All diese wunderbaren Aktionen sind nur dann möglich, wenn Menschen unserer Kirchengemeinde Spenden zukommen lassen. Für dieses Jahr war es noch möglich. Es wird auf Dauer aber nur gehen, wenn – sorry to say – sich an der Spendenbereitschaft unserer Geminde spürbar etwas ändert. Sonst müssen wir den Kindern nächstes Jahr absagen. Und das wäre doch wirklich nicht nur enttäuschend, sonder auch eigentlich beschämend.

Wie gut es ist, diese Kids zu unterstützen und ihnen solche Erfahrungen zu ermöglichen, kann man besonders gut nachvollziehen, wenn man ihre Biografien kennt. Diese darf man gerne hier nachlesen: Lebensgeschichte der Kinder und Jugendlichen im Haus Mutter Maria

 

Nun gut – hoffen wir, dass es auch im kommenden Jahr ein Wiedersehen geben kann. Und schön, dass wir alle Freundinnen und Freunde in Nong Bua Lamphu gefunden haben.

„Ich hab´ heut´ Nacht vom Strand geträumt“, sagte May. Vielleicht träumen die Jungs und Mädels jetzt auch von unserer Gemeinde.

 

Und hier das Video mit einigen Eindrücken vom Strand, von der Gartenparty und vom Gottesdienst:

Ein weiteres Video als Slideshow folgt bald noch zusätzlich.

 

Mehr Bilder? Siehe >hier

 

Umfassende Infos zu der Einrichtung in Nong Bua Lamphu:

Haus Mutter Maria (deutsch)

Reha-Zentrum

Kosten und Spenden

 

 

 

Big Bright City Lights

Strandausflug, Gartenparty und Jugendgottesdienst mit Jugendlichen aus Nong Bua Lamphu

 

Udon 8

Sehnlich erwarten die Jugendlichen aus dem Haus Mutter Maria (siehe hier weiter unten im Blog!) ihren Urlaub in Bangkok. Unsere Kirchengemeinde wird diesen 9 Jugendlichen und ihren beiden Betreuern einen unvergesslichen Aufenthalt in Bangkok ermöglichen. Wie bereits im Juli geplant, werden die Jugendlichen vom 22.-26. Oktober 2014 anreisen.

Weil alle zum ersten Mal in Bangkok sein werden, wird es natürlich ein touristisches Programm geben: Besichtigung von Wat Keaw und Wat Pho, der Besuch des Balletts „Onegin“ beim Dance and Music Festival, Strandurlaub in Sathahip, Chattuchak Market uvm. Daneben soll es aber auch eine Begegnung mit der Gemeinde werden. Übrigens: Ganz herzlichen Dank an einen großzügigen Spender, der den Jugendlichen die Fahrt- und Transportkosten finanzieren wird!

Ausflug zum Strand:

Am Donnerstag, den 23. Oktober fahren wir um 7.30 Uhr mit den Kids an den Strand von Sattahip, und zwar mit der Fähre auf die Insel Ko Samae San (siehe Video unten oder in Google Earth >hier). Dort verbringen wir einen Tag am Meer. Schnorschel, Taucherbrillen, Schwimmwesten, Glasbodenboot und Schlauchboot stehen dort kostenlos unter Hilfestellung und Anleitung des Militärs zur Verfügung. Der Eintritt auf die Insel kostet für Gemeindemitglieder 500,- THB. Die Transportkosten (Mini-Vans) werden von der Gemeinde übernommen.

Verpflegung: Da es auf der Insel nichts zu kaufen gibt, muss sich jeder einen kleinen Picknick-Korb mit Essen und Getränken selber mitbringen. Alkohol ist allerdings strengstens verboten auf dieser Insel.

Treffpunkt: Katholisches Pfarrhaus, 152 Sukhumvit Soi 20, Bangkok, um 7.15 Uhr. Abfahrt ist dann um 7.30 Uhr. Bitte rechtzeitig da sein. Parkmöglichkeiten bestehen bei mir am Pfarrhaus.

Rückkehr: Wir verlassen die Insel um 16.00 Uhr und werden auf der Rückfahrt noch eine Zierfischfarm besuchen. Gegen 21.00 Uhr erwarten wir, wieder zurück in Bangkok zu sein.

Eingeladen sind hierzu alle Gemeindemitglieder, die gerne mitfahren würden. Es ist ein wunderschöner Platz am sauberen, überwachten Strand mit klarem Wasser. Besonders das Schnorscheln in den Fischschwärmen ist sehr beeindruckend.

Anmeldung unbedingt erforderlich. Bitte registrieren Sie sich bis spätestens Montag, 20. Oktober, unter post@gemeinde-bangkok.com

 

Gartenparty:

Desweiteren die Einladung zur Gartenparty. Diesmal als überschaubares BBQ mit leckeren Würstchen, Fleischsorten, Curry-Wurst, einem legendärem Kartoffelsalat, Brot und andere Kleinigkeiten. Andreas Luck wird uns wieder einmal bestens verwöhnen. Getränke gibts auch – für die Erwachsenen auch wieder das leckere Fassbier. Später gibts dann noch ein paar musikalische Tanzeinlagen der Jugendlichen und noch ein kleines Feuerwerk. Wie immer – herzliche Einladung dazu. Verzehr ist natürlich kostenlos – Spenden werden aber immer gerne genommen 🙂 Übrigens: Zelt wird da sein – also auch bei schlechtem Wetter wird gegrillt.

Bitte melden Sie sich auch hierzu an, damit wir besser Planen können. Ebenfalls bis spätestens Montag, 20. Oktober unter post@gemeinde-bangkok.com

Gartenparty: Freitag, 24. Oktober 2014 – ab 18.00 Uhr im kath. Pfarrhausgarten. (siehe >hier)

 

Jugendgottesdienst:

Die Jugendlichen werden auch unseren Sonntagsgottesdienst mitfeiern und mitgestalten. Zwar sind nicht alle getauft – aber das ist ja gerade das Schöne an unserer offenen, internationalen und -religiösen Gemeinde. Die Jugendlichen haben einen eigenen Jugendchor gegründet und werden im Gottesdienst verschiedene Lieder singen und sich auch bei der Gestaltung der Messe mit einbringen. Sicher eine ganz tolle Sache für alle, wenn wir wieder einmal erleben dürfen, wie international und bunt unsere Kirche sein kann. Auch dazu ganz herzliche Einladung. Bereiten wir den Jugendlichen eine tolle Erfahrung. Nehmen wir sie mit offenen Armen auf und lassen sie spüren: Sie sind nicht allein und können hier Freunde finden.

Jugendgottesdienst: Sonntag, 26. Oktober 2014, 10.30 Uhr Kapelle St. Louis, Sathorn (siehe >hier)

 

Festlicher Gottesdienst am Gemeindefest

 

Eine singendes-klingendes Fest konnte unsere Gemeinde am vergangenen Sonntag feiern. Nach dem festlichen Gottesdienst, wieder mitgestaltet vom Bläserquintett, waren alle zum gemeinsamen Mittagessen geblieben. Obwohl wir nur mit 40 Gästen gerechnet hatten, war doch genügend zum Essen und Trinken für die 72 Gemeindemitglieder da. Nicht zuletzt wegen der tollen Organisation durch unseren Chef-Griller Andreas Luck und der Hilfe seiner Familie. Somit wurden alle satt und bei angenehmer Atmosphäre war wieder einmal genügend Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch die angereiste Gruppe aus Pattaya und Hua Hin konnte den Austausch mit den Bangkokern ausgiebig pflegen. Anschließend war dann noch bei Kaffee und Kuchen Treffpunkt mit den Angereisten im Pfarrhausgarten. Viele wollen auch beim Willkommensfest am 20. September im evangelischen Gemeindezentrum wieder mit dabei sein. Dank an alle, die sich durch ihre großen Spenden und Mitarbeit an diesem schönen Fest beteiligt und zum Gelingen beigetragen haben.

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Hey – Who is new?
Ökumenisches Willkommensfest

 

Wilkommensfest_HDRDie katholische und die evangelische Kirchengemeinde laden gemeinsam ein zum diesjährigen Willkommensfest.

Ein Nachmittag für Jung und Alt, für Neu‐Bangkoker und ebenso für alle, die schon länger da sind, mit vielen Möglichkeiten zum Kontakte knüpfen, kennen lernen, sich orientieren, ein bisschen mehr ankommen in der neuen Heimat…
Es präsentieren sich neben der evangelischen und der katholischen deutschsprachigen Gemeinde auch viele andere deutschsprachige Institutionen und Organisationen in Bangkok. Kuchen, ein herzhaftes Buffet, und kalte und warme Getränke stehen bereit.

Aber wir brauchen noch Ihre geschätzte Mithilfe. Wer also etwas an Kuchen, Salaten, Nachspeisen mitbringen will, darf sich gerne bei mir melden. Ebenso suchen wir noch Freiwillige, die gerne eine überschaubare Zeit am Buffet die Speisen ausgeben. Auch hier werden noch hilfreiche Menschen gesucht. Bitte schreiben Sie mich doch an, damit wir dies auch planen können, ok? Am besten unter folgender Email-Adresse: post@gemeinde-bangkok.com

Hier gehts zum offiziellen >Einladungsplakat.

 

Samstag, 20. September 2014, ab 15 Uhr
im Evangelischen Gemeindehaus
125/1 Soi Sitthi Prasat, Rama IV Road, Bangkok 10120

Die detaillierte Anfahrtsbeschreibung zum evangleischen Gemeindezentrum finden Sie >hier.

 

Gemeindefest in Bangkok Mariä Namen

IMG_2505Bald ist es wieder so weit. Das Fest Mariä Namen rückt näher. Dies ist dann auch immer der Anlass, mit unserer Gemeinde St. Marien ihren Namenstag zu feiern. Dies wollen wir wie in den vergangenen Jahren in und nach unserem Gottesdienst tun. Deshalb lade ich herzlich ein zur Messe am

Sonntag, den 14. September 2014 um 10.30 Uhr
in unserer Kapelle.

Traditionell wird auch wieder das Bläserensemble zu Gast sein, das mit festlicher Musik den Gottesdienst begleiten wird.

Im Anschluss sind alle eingeladen zum gemeinsamen Mittagessen auf dem Platz vor unserer Kapelle. Ein leckeres BBQ und frische, kühle Getränke warten dann auf uns. Auch die Freunde deutschen Weißbieres sollen auf Ihre Kosten kommen.

Wie immer lädt die Gemeinde dazu ein, diesen Tag kostenlos zu genießen. Dennoch möchte ich diesmal nachdrücklich darum bitten, sich bei der Kollekte nicht zurück zu halten. Gerade, weil das Spendenaufkommen in diesem Jahr sehr übersichtlich war, wäre nun auch eine gute Gelegenheit, diesen Trend umzukehren. Oder nutzen Sie doch bitte unsere Bankverbindungen. Alles weitere dazu finden Sie >hier.

In diesem Sinne herzliche Einladung und in der Vorfreude auf unser Gemeindefest mit besten Grüßen

Jörg Dunsbach, Pfr.

Kosmetik für die Seele

dormitio_mariaHeute am 15. August 2014, ist das Fest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, besser bekannt als Mariä Himmelfahrt.

Man mag – zurecht oder zu unrecht – dem Christentum bzw. der Kirche vorwerfen, dass sie zuweilen unter Umständen den subjektiven Eindruck vermittelt, leibfeindlich zu sein. Viele nehmen dies zumindest so wahr… Aber das heutige Fest ist im Grunde der Gegenbeweis. Es ist die absolute Bejahung des Leibes durch Gott. Er hat uns als Mensch, mit Fleisch und Blut und Geist und Verstand geschaffen – als sein Abbild. Natürlich bei weitem nicht perfekt, aber mit Sicherheit als Mensch gewollt.

Nach all dem, was Christus für die Menschen getan hat, hat Gott damit ernst gemacht. Wer stirbt, der verlässt nicht seine vergängliche Hülle und trennt die Seele vom Leib, er bleibt eine Einheit und der Himmel steht uns Menschen als Ganzem offen.

Ok, einverstanden, – wie genau, das weiß ich nicht. Die Bibel benutzt das Wort „verklärt“, also anders als vorher, verändert, und mit Sicherheit vollkommener als zu Lebzeiten. Aber auf jeden Fall mit Leib und Seele. Also keine halben Sachen! Hey, das sind super Aussichten! Und das ist auch die eigentliche Aussage dieses Festes – Gottes großartige Würdigung des Menschen als sein Abbild in Leib und Seele.

Das heutige Fest ist also so etwas wie Kosmetik für die Seele, denn es tut gut zu wissen: Egal wieviel Falten, Flecken, Hühneraugen, hohe Stirn, Makel, Rettungsringe, Blessuren und Narben ich mit mir rumtrage: Gott hat mich schön gemacht! In seinen Augen ist jeder „The World´s next Top Model“ – denn wir tragen seine Züge. In Leib und Seele zeigt sich seine göttliche DNS – eine Schönheit weit jenseits der Mode oder des Geschmacks, über den sich ohnehin nicht streiten lässt.

Dieser Bauplan Gottes vergeht zwar mit der Zeit, aber er verfällt nicht. Und das sollte an Maria bereits deutlich werden, indem sie mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde – also alles andere als leibfeindlich! Und Kirche wird zur göttlichen Beauty-Farm…

Am besten – wir feiern das! Und zwar am kommenden Sonntag, den 17.08.2014 um 10.30 Uhr in unserer Kapelle. Auf Christus und Maria zu schauen und an ihnen zu sehen, was unsere Zukunft ist – das ist ein wahres „Candy for Body and Soul“.

Herzlich Willkommen auch an Kaplan Moritz Neufang, der an diesem und am nächsten Sonntag den Gottesdienst mit uns feiern wird und hier zur Zeit Urlaub macht.

In der Messe findet dann auch die traditionelle Kräuterweihe statt. Aber was das nun beudeutet – das erfahren Sie nur dann, wenn Sie am Sonntag auch persönlich kommen 😉

Also herzliche Einladung!

Jörg Dunsbach, Pfr.

 

„…und am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13)

Besuch im Isaan – Teil 2

 

Über das Waisenheim in Baan Gerda habe ich ja schon mehrfach berichtet. Unsere Gemeinde ist froh darüber, diesen Kontakt und die Unterstützung seit Jahren aufrecht zu erhalten.

Die Problematik von HIV/AIDS und die sich daraus ergebenden sozialen Konsequenzen sind aber so vielfältig und zahlreich, dass es natürlich auch noch andere Einrichtungen in Thailand gibt, die sich dieser Herausforderung stellen – zum Glück!

Während meines Besuchs bei den Steyler Missionaren in Nong Bua Lamphu (bei Udon Thani) durfte ich dann auch teilhaben am alltäglichen Leben im “Mother of Perpetual Help – Center“.

Bernd Ruffing SVD, der die Einrichtung leitet, und ein weiterer Brasilianischer Gast begleiteten mich auf dieser Entdeckungsreise. Ein Besuch bei Pfarrer Tuan, ein Steyler Missionar aus Vietnam, Einblick in das Rehabitilationszentrum und Gespräch mit den Patienten, ein Kurztrip auf die Farm, das Abholen der Jugendlichen des Heimes aus den umliegenden Schulen, erste schüchterne Kontakte mit den Kids bis hin zur gemeinsamen Gesangsstunde und anschließendes Pizza-Essen – all das war wiederum ein Tag, der mich tief beeindruckt und berührt hat.

Udon 10Aber der Reihe nach: Zunächst die Arbeit von Pfarrer Tuan in seiner kleinen katholischen Gemeinde in einem buddhistischen Umfeld. Er, wie auch seine Kollegen, arbeiten natürlich unter besonderen Bedingungen. Wie mir auch einer seiner Mitbrüder berichtete, ist es gut, vor Ort die Situation so zu nehmen, wie sie ist und erst einmal nichts daran zu ändern. Die Menschen brauchen Sicherheiten, um als Christen leben zu können. Und das buddhistische Umfeld stört sich solange nicht daran, wie die Christen auch ihren Alltag ruhig und ganz normal leben. Ein Ergebnis: In einer Nachbargemeinde nutzen nun die zum Großteil buddhistischen Jugendlichen den Vorplatz von Kirche und Pfarrhaus, um sich zu treffen – natürlich gefördert vom dortigen Pfarrer.

Udon 12Ganz anders die Situation im Reha-Zentrum. Das ist vielleicht der bessere Begriff als Krankenhaus oder -station. Denn die Hilfe dort zielt nicht nur auf die medizinische Versorgung, sondern auch auf eine umfassende seelsorgliche Betreuung. Spezialisiert haben sich Bernd und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Pflege und Versorgung von HIV positiven Menschen. Viele kommen und gehen und können leben; viele kommen und bleiben; viele kommen und bleiben und sterben. In den allermeisten Fällen ausgestoßen von den eigenen Familien ohne soziale Bindungen oder finanzielle Mittel – und am schlimmsten: ohne menschliche Zuwendung. Jeder, der kommt, findet im Reha-Zentrum Hilfe, nicht nur medizinisch. Denn der Schaden, den die Seele durch diese Krankheit erleidet, ist oft viel tötlicher als das, was die Viren zerstören. Auch Menschen mit mentalen Störungen oder geistiger Behinderung finden hier ein Dach für Körper und Geist. Sie bedürfen einer besonderen Hinwendung, die sie dort auch erfahren.

Und dann am Nachmittag ab auf den Pick-Up und raus aufs Land über Buckelpisten zu den lokalen Schulen – Jugendliche einsammeln und in ihr Heim bringen, ins Baan Mae Maria – Haus Mutter Maria. Straßen mit Schlaglöchern, in denen man leicht einen Smart versenken könnte. Großes Erstaunen natürlich, wer da noch hinten mit auf der Pritsche saß. Oh, noch ein Farang! Und wer ist das? Ach, auch so einer von der Kirche. Aber das Eis war schnell gebrochen. Kam man sich doch schnell näher – klar bei dem Sintflut-Regen, der auch das Innere des halboffenen Wagens schnell unter Wasser setzte.

Udon 9Nach dem Abliefern im Haus Maria und dem Versprechen, später wieder zu kommen, dann zurück zum Kommunitätshaus der Steyler Missionare. Dort wohnen einige Brüder und kommen zu regelmäßigen Gottesdiensten zusammen. Zum gegenseitigen Austausch, leben, feiern, beten, und auch mal, um unter sich zu sein – eben das ganze Programm. Schön, dass ich gebeten wurde, den Gottesdienst mit den Mitbrüdern zu feiern. Schon wieder, aber immer wieder so überraschend und beindruckend für mich – nämlich die große Internationalität von Kirche. So waren wir dann eine bunte Mischung aus einem Thai, einem Brasilianer, einem Vietnamesen und zwei Saarländern. Ein amerikanischer Kollege musste leider die siedenden Kochtöpfe hüten. Die kurze Predigt auf Englisch war dann auch kein Problem, aber die Gebete aus dem englisch-sprachigen Messbuch gehen mir immer noch nicht so flüssig über die Zunge – na ja, die Kirche hält das schon aus, und Latein ist auch keine wirkliche Lösung. Danach natürlich gemeinsames Abendessen und beladen mit Pizza, Schokoladenkuchen, Smarties, Palmenzuckerstücken, drei Säcken Mangostern (Früchte) und großer Erwartung wieder zurück ins Haus Maria zu den 9 Jugendlichen.

Udon 6Bitte nicht stören! Gesangsstunde! Von wegen – wir mussten mitsingen. Und was für eine Überraschung! Die nächsten Kandidaten für TSDS stehen bereit. Tolle Stimmen, begeistertes Singen, strahlende Gesichter – ich kam mir vor wie bei meiner eigenen, lange zurückliegenden Zeit im Jugendchor.

Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht gab man mir dann auch ein Gesangbuch – in Thai natürlich. Man kann sich denken, was die Kids gedacht haben. Daher das Grinsen… Dieses erstarb dann aber auch schnell und wurde zum Staunen, als ich unerwarteter Weise beim Singen zumindest die Wort-Sätze mitverfolgen, entziffern und sogar mitsingen konnte – zumindest in nicht unerheblichen Teilen. Ich habe mich auch stets bemüht, den Sprachton mit der Melodie zu verbinden.

Jedenfalls eine große Freude für alle Beteiligten. Und dann war auch die Pizza-Farang nicht schlecht. Gemeinsam um die Mikrowelle sehnsüchtig auf die heißen Teile warten und mit großem Genuss verputzen. Raubtierfütterung ist garnichts dagegen. Früchte und Süßigkeiten fanden dann auch diesen kulinarischen Weg alles Vergänglichen. Dazu der rudimentäre Versuch mit Thai-Brocken, Händen und Füßen, der Vermittlung von Bernd und der Schwestern mit den Jugendlichen zu sprechen. Irgendwie geht es dann immer – und vor allem wird dabei viel und herzlich gelacht. Kommunikation ist eben, wenn man sich trotzdem versteht!

Udon 7Und dann? Ein Wunder! In das Haus von einer Thai-Familie eingeladen zu werden ist eher etwas ganz seltenes. Aber was waren die Kids so stolz, mir ihre kleinen Wohngemeinschaftshäuser zu zeigen. Ihr Eigenes -, das Bett, wer mit wem zusammen das Zimmer belegt, welches ihr Häuschen ist, wer lieber auf dem Boden schläft, usw. So stolz wie ein Besitzer eines neuen Eigenheimes. Ach, wie gerne hätte ich ihnen in fließendem Thai gesagt, wie sehr ich mich für sie freue…

Zum Abschluss, im Namen unserer Kirchengemeinde Bangkok, die Einladung an die Gruppe, mit Betreuern in die Hauptstadt zu einem verlängerten Wochenende zu kommen. Da war die Freude groß – ist es doch ein erheblicher Unterschied zum Nord-Osten. Termin steht auch schon fest: 22. -25 Oktober. Gartenparty im Pfarrhaus, Ausflug zum Strand, Besuch des Balettes beim Dance and Music Festival, sowie Besuch und Mitgestaltung der Sonntagsmesse in Bangkok gehören natürlich mit dazu. Wir suchen noch dringend Sponsoren, die uns den Transport im Mini-Van finanzieren 🙂 Einen haben wir schon – Gott sei dank! Aber es reciht noch nicht!!!

Und daneben, mittendrin, am Rand oder äußerst engagiert – überall Bernd Ruffing mit seinen Mitarbeiterinnen. Diese übernehmen ganz klare mütterliche Aufgaben. Bernd bleibt so etwas wie der Vater. Zugänglich, distanziert, zurückhaltend, offenherzig, streng, kommunikativ, erklärend, entschieden, verspielt, und vor allem liebevoll und liebenswürdig. Fast schon ideal… Zumindest mit einem hohen Maß an Idealismus und Kreativität, um den Kindern Vorbild, Vater, Betreuer, Lehrer und Partner zu sein.

Udon 8In der Nachschau hat mir Bernd dann die Dokumentation über die Jugendlichen zugeschickt. Die tragischen Lebensgeschichten gleichen sich alle, wenn auch mit geringfügigen Unterschieden. Schicksale, die nicht nur diese Kinder teilen, sondern so zahlreich sind, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Und immer wieder das traurige Thema HIV – Thema mit Variation. Hier auch ein Einblick in die Biographien. Es zerreißt einem das Herz…

Ob nun Baan Gerda, ob Haus Mutter Maria, ob was auch immer – alle diese Einrichtungen in Thailand und weltweit geben Kindern und Jugendlichen eine Hoffnung. Sie haben in der Vergangenheit schon Schlimmes erlebt – sie werden auch in Zukunft noch Schlimmes erleben. Aber hier, jetzt und heute haben sie ein Dach für Leib und Seele. Hoffentlich werden sie mit der Hilfe ihrer Erzieherinnen und Erzieher so stark, dass sie all das aushalten können, was das Leben noch an schweren Dingen für sie bereit hält.

Udon 13 (1)Dass das Ganze auch eine finanzielle Seite hat ist selbstverständlich. Hier eine ganz kurze Übersicht über die anfallenden Kosten und wie man helfen kann. Ich möchte Mut machen, sich zu einer Spende durchzuringen. Sollten Sie also tatsächlich ihrem Herzen einen Ruck geben, dann kann ich persönlich dafür garantieren, dass alle Spenden “Eins zu Eins“ dort ankommen und entsprechend verwendet werden – ohne bürokratische Abstriche. Für Fragen stehe ich Ihnen natürlich immer gerne zur Verfügung. In Zukunft werde ich selbst dort öfter zu Gast sein.

Ein Teil meines persönlichen Credo: Das Leben in all seinen Höhen und Tiefen so zu erleben, wie es nun einmal ist. Dies wurde in diesen Tagen in Nong Bua Lamphu wieder einmal Wirklichkeit. Und dafür bin ich erneut sehr, sehr dankbar.

Herzlich

Jörg Dunsbach, Pfr.

 

Weiterführende Infos:

> Die Biographien der Kinder

> Hier der Überblick über die Struktur der Einrichtungen

> Hier ein Überblick über die Arbeit der Steyler Missionare in Nong Bua Lamphu

> Ein Blog eines Missionars über das Haus Mutter Maria

> Hier ein Einblick in das Reha-Zentrum

> Und hier eine detaillierte Möglichkeit, wie man helfen kann

 

 

– Let´s talk about Sex, Baby!
– OMG, I am so shy… Bildschirmfoto 2014-07-29 um 11.49.08

Besuch im Isaan – Teil 1

 

Udon 1

Konversation über das Wetter ist langweilig. Dabei gibt’s viel schönere Dinge. Erst recht, wenn man als Jugendlicher die Seiten des Lebens entdeckt, die an und für sich und mit anderen viel Spaß machen und eine neue Welt eröffnen. Denn Schmetterlinge haben die Jugendlichen hier auch, und nicht nur im Bauch. Aber darüber sprechen..?

Machen wir uns nichts vor! In einer durch und durch sexualisierten Gesellschaft – auch und gerade in Thailand – wissen die Jugendlichen, ja schon die Kinder durch leidliche Erfahrungen und den Zugang zu den Medien mehr, als wir uns in diesem Alter überhaupt hätten vorstellen können.

Na ja, „wissen“ ist vielleicht zuviel verlangt. Die Flut an Bildern aus dem Internet, die unreflektierte Erfahrung von Sexualität – zu oft gepaart mit Gewalt – gehört zum täglichen Erleben der Kinder und Heranwachsenden. Und gerade weil es eben „Thema“ ist, wird eben nicht darüber gesprochen. Das hat auch kulturelle Gründe.

Gut also, dass in den Thailändischen Schulen die Sexualaufklärung zum Lehrplan gehört. Gut, ja, in den meisten Fällen aber nur auf dem Papier. Höchste Zeit, dass da etwas geschieht.

Das haben sich auch die Steyler Missionare in Nong Bua Lamphu (gleich neben Udon Thani) gedacht und ein tolles Aufklärungs-Konzept entwickelt – gerade vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Zahlen von HIV-Infektionen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Liebe, Sexualität, Partnerschaft, Verhütung und HIV-Prävention – ein Gesamtpaket, verschnürt als zweitägiger Workshop in Schulen der Provinz Nong Bua Lamphu. Das war die Lösung, um über Sex zu sprechen.

Udon 4Ich war einen Tag dabei – in einer Schule weit draußen auf dem platten Land zwischen Udon Thani und Nong Bua Lamphu. 88 Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren waren schon den zweiten Tag zusammen, um darüber zu sprechen, wie man „es“ macht. Wie lange dauert es von der ersten Begegnung bis zum ersten Sex? Wo macht man seine ersten Erfahrungen und mit wem? Wie war das nochmal mit dem Menstruationszyklus? Welche Kondomgröße braucht man? Und wie geht das nochmal mit dem Überziehen? Wie können Mädchen sich schützen? Welche Krankheiten gibt es und wie kann man sich vor Ansteckung schützen? Sex nur mit Jungs, oder nur mit Mädchen? Und wie geht das dann mit den Ladyboys – die hier übrigens als eingene Gender-Gruppe anerkannt und akzeptiert sind – zumindest zum allergrößten Teil. Kann man mit Menschen, die HIV positiv sind zusammen leben? Sind die gefährlich? Was denken die Menschen über AIDS?

Spannend, wie offen und unkompliziert bei aller verständlicher Scheu die Jugendlichen reagiert haben. Dies liegt zum Großteil an dem Team von lokalen Pädagogen aus dem Isan und der Mitarbeit von Bernd Ruffing SVD, die zusammen diese Kurse an den Schulen in der gesamten Provinz durchführen. Ein Projekt, das sich über Jahre erstreckt und sicher kein Ende findet.

Udon 2Und nun die Gretchen-Frage: Ob das noch alles katholisch ist? Die offizielle Kirche könnte aus Ihrer Sicht zurecht diese Frage stellen. Aber erstens sind die Adressaten alles Buddhisten, denen mit der christlich-naturrechtlichen Begründung von aktualisierter Sexualität, nämlich einzig und allein auf Hinordnung zur Weitergabe des Lebens, oder durch Enthaltsamkeit, exklusiver Treue, Beachtung der unfruchtbaren Tage, ausschließlich heterosexuelle Beziehungen und der Nicht-Verwendung von Verhütungsmitteln weiß Gott nicht umfassend geholfen werden kann. Und zweitens sucht sich das Leben eben immer seinen Weg – aber das kann bei einer derart hohen HIV-Infektionsrate lebensgefährlich sein.

Also: Helfen kann da nur Aufklärung. Umfassend, tabulos, offen, ungeschminkt und erfrischend spielerisch. Und genau so arbeitet das Team der Steyler Missionare – übrigens völlig konkurrenzlos. Denn sonst gibt es keine Organisation oder Gruppierung, die ein vergleichbares Progarmm an den Schulen Thailands durchführen würde.

Udon 3Gleichzeitig – Aufmerksamkeit schaffen für Menschen mit HIV-Infektion, Integration und Wertschätzung, Akzeptanz und Vermeidung von Diskriminierung. Denn sie sind überall, und wie auf dem T-Shirt der Kursleiter in Thai geschrieben steht: „Mein Freund hat AIDS und wir können trotzdem gut zusammen leben. Denn: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“

Unterstützung bekommen die Steyler Missionare von fast allen Seiten. Schulen und Lehrkräfte sind froh, dass jemand „es“ an ihrer Stelle macht. Und die an Wochenenden stattfindenden Aufbaukurse für ältere Jugendliche und Lehrkräfte erfreuen sich ebenfalls größter Beliebtheit. In diesen Camps werden wiederum Leiter ausgebildet, die dann das Aufklärungsprojekt selber lokal durchführen oder fortsetzen, reflektieren oder wiederholen.

Bleibt zu wünschen, dass dieses Projekt Schule macht – im wahren Sinne des Wortes. Dass es Nachahmer findet und das Spechen über Sex als Ausdruck von Lebensfreude und wertschätzender Beziehung zur Normalität wird.

Let´s talk about Sex, Baby! Yeah, why not?

 

Demnächst mehr über die Arbeit der Steyler Missionare im Teil 2.

 

 

 

Erstkommunion 2014

EK 2014 AErstkommunion und Tauffeier – das war das große Ereignis am Sonntag, den 25. Mai 2014. Vier Jungs und zwei Täuflinge waren mit Familie und Freunden da, um diesen Tag miteinander zu feiern. Leon Schäperklaus – unser Nesthäckchen wurde getauft, und mit ihm sein großer Bruder Lars, der dann auch zum ersten Mal die Kommunion empfangen durfte. Dazu kamen dann noch David Goeldel aus der deutschsprachigen Gemeinde. Zwar nicht deutschsprachig, aber dennoch immer herzlich willkommen und mittlerweile Teil unserer Gemeinde: Juvenal Chrispin Kapinga – kurz: JJ aus Tansania, sowie Simon Abram mit seiner Thailändischen Mutter und seinem Indischen Vater. Mal wieder: Eine höchst internationale Gemeinschaft.

EK 2014 BVorbereitet haben wir uns an zwei Samstagen als Familienkatechese. Zunächst noch im alten, und zuletzt im neuen Pfarrhaus kamen wir zusammen, um verschiedene Geschichten der Bibel spielerisch darzustellen und anhand der Stationen aus dem Leben Jesu Gottes Liebe zu den Menschen nachzuzeichnen. In diesem Zusammenhang empfingen die Kinder dann auch zum ersten Mal das Sakrament der Vergebung.

Schade nur, dass sich sonst von den vielen angeschriebenen Eltern und Kindern der dritten Klassenstufe keiner gemeldet hat. Um so schöner, dass wir die Taufe von Lars und Leon auch noch im Gottesdienst miteinander feiern konnten.

Simon und JJ sind ja schon seit einem Jahr aktive Messdiener. Eigentlich ungewöhnlich vor der Kommunion, aber sie ließen sich nicht bremsen und so steht ihnen nun auch der letzte Schritt zum Altar offen.

Unsere Gemeinde gratuliert unseren neuen Kommunionkindern ganz herzlich, natürlich auch den Neugetauften. Sie werden alle – wie bisher – hier offene Türen finden und sind immer – gleich welcher Sprache – herzlich willkommen.

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Neues Video aus Baan Gerda –
Sozialprojekt des Antonius-Kollegs Neunkirchen-Seelscheid

Antonius Baan GerdaEs gehört ja nun schon zur guten Tradition, mit Gerd Wittig und seinen Kolleginnen und Kollegen des Antonius-Kollegs bei Köln zusammen zu arbeiten. Seine Idee: Im Rahmen des Sozialprojektes der Schule mit den Schülerinnen und Schülern zwei Wochen mit den Kindern und Jugendlichen in Baan Gerda zusammen zu leben. Diesmal waren Gerd und Lydia als Betreuer dabei – zusammen mit 13 Jugendlichen der 10. Klassenstufe.

Start ist wie auch in den letzten Jahren ein gemeinsamer Jugendgottesdienst mit der Gemeinde in Bangkok. Musikalisch und inhaltlich mitgestaltet von den Jugendlichen ist dies die beste Möglichkeit, eine interessante und spannende Zeit unter Gottes Segen zu stellen.

Umrahmt waren die Baan-Gerda-Tage auch von einem touristischen Programm in Bangkok und Umgebung. Ausflüge zum Königspalast, sowie eine abenteuerliche Tour auf den Taxibooten durch die Stadt mit anschließender Führung auf dem Golden Mountain Tempel boten unbeschreibliche und sicher unvergessliche Eindrücke. Auch die Gartenparty im Pfarrhausgarten war unvergesslich – endlich mal wieder Bratwurst, Kartoffelsalat und Brot – ein Genuss nach so langen Tagen bei ausschließlich totem Fisch, Reis und Somtam und wie auch immer es heißt….

Alle Interessierten können auch gerne im sehr reich bebilderten Blog (Auf nach Baan Gerda) der Schülerinnen und Schüler nachlesen.

Und natürlich gibt es auch ein tolles Video, das nicht nur die Jugendlichen zu Tränen bewegt. Hier also ein Einblick, was die jungen Menschen an tollen Eindrücken aus Thailand und Baan Gerda mitnehmen konnten. Und DANKE, dass Ihr alle da wart! Es war ein Fest für unsere Gemeinde! Immer wieder herzlich willkommen!!!!

 

 

 

Blutsbrüder

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Na, erinnern Sie sich noch? Old Shatterhand, Winnetou, Apanatschi und Iitschi? Aber klar doch – was sind wir doch mit diesen Großen in die untergehende Sonne geritten nach den bestandenen Abenteuern. Kein Wunder dass, die beiden Protagonisten Blutsbrüder wurden. Zwar von Karl May völlig frei erfunden, aber ein deutliches Bild für die Verbundenheit der beiden großen Helden. Sie legen die aufgeritzten Unterarme übereinander und im verklärten Blick bei Sonnenuntergang werden sie zu unzertrennlichen Brüdern.

Theatralischer kann es ja kaum noch werden. Der symbolische Akt der Verbindung zweier Menschen – als wollten sie sagen, dass in ihren Adern das gleiche Blut fließt. Verbunden im ganzen Leben, in Freude und Leid, bei allen Abenteuern und Freuden, bis hinein in den Tod – eben wie zwei Brüder. Glückwunsch – Karl May – das war eine perfekte Idee – wenn auch nicht ganz so neu, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Denn Blutsbrüderschaft, Blutsverwandtschaft, das hat es schon mal gegeben. Aber dann doch in einer etwas anderen Form. Ich muss nämlich an die Gemeinschaft der Jünger mit Jesus denken, wie sie nach langer Zeit gemeinsamer Wanderung in Jerusalem zum Pascha-Fest zusammenkommen. Sie Feiern das Fest in traditioneller Weise.

Doch dann macht Jesus einen neuen, unerhörten und außergewöhnlichen Schritt. Beim Verteilen des Brotes spricht er von seinem Leib, den er zu essen gibt. Und wer es von seinen Jüngern bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht so richtig verstanden hat, der muss spätestens beim Trinken aus dem einen Kelch die Ohren gespitzt haben: „Das ist mein Blut“, sagt Jesus. Wir werden Blutsbrüder und Blutsschwestern Jesu.

Oh, was da nicht alles mitschwingt. Sicher denken die Jünger an die Opfertiere im Tempel, die durch das blutige Schächten ums Leben kommen. Und genau daran sollen sie auch denken. Jesus begibt sich selbst in diese Rolle eines Opfertieres, des Sündenbocks, dem man alles auflädt und der dann zu Grunde geht. Er gibt sein Blut, das heißt sein Leben für die Menschen.

Aber im Unterschied zu all den bisher gebrachten Opfern soll er eben nicht vernichtet werden. Er wird zwar den Tod erleiden, ihn aber zugleich dadurch besiegen und aus ihm voller Leben hervorgehen. Wenn er also jetzt schon diese Blutsverwandtschaft mit seinen Jüngern schließt, dann gilt das erst recht nach seinem Tod und seiner Auferstehung. Ein unverlierbarer Verwandtschaftsgrad.

Und auch für uns. Jedesmal, wenn wir den Tod und die Auferstehung Jesu in der Eucharistie feiern, dann erinnern wir uns an diese Liebes- und Leibesverwandschaft mit Jesus, unserem Herrn und Bruder. Wir gehören zur Familie Gottes. Wir gehören dem Leben und nicht dem Tod. Wir haben schon jetzt Teil an der Auferstehung Jesu, die wir an Ostern und in jedem Gottesdienst feiern. Wir werden Blutsbrüder und Blutsschwestern Jesu.

Größer kann eigentlich keine Liebe sein. Er, unser Bruder, der alles auf sich nimmt, sogar den Tod. So konsequent ist seine Blutsverwandtschaft. Und so verbindet er sich nicht nur mit jedem von uns, sondern auch uns wiederum mit- und untereinander. Das haben Winnetou und Old Shatterhand dann doch nicht geschafft.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest 2014 und Gottes Segen

Jörg Dunsbach

 

Unsere Ostergottesdienste:

Bangkok:

Osternacht: Samstag, 19. April 2014 um 21.00 Uhr

Osterhochamt: Sonntag, 20. April 2014 um 10.30 Uhr mit Tauffeier

 

Pattaya:

Ostermontag: 21. April 2014 um 17.00 Uhr

 

Brezelsonntag mit jungen Gästen

BrezelJetzt ist es wieder so weit: Am Sonntag, den 30. März 2014, dem 4. Fastensonntag, ist Laetare. Laetare? Was war das nochmal? Klar doch – lateinisch und heißt so viel wie: „Freue Dich! Yieppphhhie!

Menschen aller christlichen Kulturkreise haben diesen Sonntag immer schon zum Anlass genommen, im Fasten Inne zu halten und mal Pause zu machen: Mitt-Fasten, Fastenbrechen, Halbzeit, Bergfest – wie auch immer man es nennen will. Der Grund: Orientierung! Wo geht´s eigentlich hin? Ist Fasten nur Selbstzweck? Keineswegs, sondern Ausrichtung und wieder Geschmack finden an dem Fest, auf das es eigentlich ankommt, nämlich auf Ostern. Also: „Freue Dich! Die Hälfte ist geschafft. Mach mal Pause!“

Wir feiern hier ja schon seit drei Jahren den Brauch, den wir von den Luxembourgern gerne übernommen haben: Den Brezelsonntag. Mit süßen Brezeln am Ende des Gottesdienstes nehmen wir dem Fasten die Bitterkeit und stärken uns für den Rest des Weges auf Ostern zu. Also Kalorien für Körper und Geist. Take a break – Take a Brezel! Wie immer sind alle dazu herzlich eingeladen.

Und in diesem Jahr erwarten wir dazu wieder die Schülerinnen, Schüler und Lehrer der 11. Klassenstufe des Antoniuskollegs aus Bonn. Vergangenens Jahr hatten wir schon gemeinsam Gottesdienst gefeiert – auch dieses Jahr beginnen die Jugendlichen Ihren Thailandaufenthalt mit einem Jugendgottesdienst in unserer Gemeinde, um anschließend ein zweiwöchiges Praktikum im Kinderheim Baan Gerda zu verbringen. Hier ein Einblick in die Erlebnisse des vergangenen Jahres als Tagebuch oder als Video:

 

Wir heißen die Jugendlichen und ihre Betreuerinnnen und Betreuer herzlich willkommen und hoffen, dass sie eine unvergesseliche Zeit hier verbringen werden.

 

Karneval und Aschenkreuz

FastnachtKarneval, Fasching, Fastnacht? Ach da war doch was, oder? Zwar gibt es ja hier in Bangkok im Moment Träger von T-Shirts in unterschiedlichen Farben, und manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich fast um einen Fastnachtsumzug handelt, der sich lautstark seine Bahn bricht. „De Zuch kütt!“

Aber mit Kanreval hat man hier nun wirklich nichts zu tun. Die einen freut´s – die anderen bedauern es. Wie auch immer – jeder nach seiner Façon… Denjenigen, die Fastnacht, Karneval oder Fasching gerne feiern, all diesen Menschen wünsche ich von Herzen viel Freude – und den anderen ein paar ruhige Tage, wenn es denn geht.

Und muss das denn jetzt wirklich sein? Mitten in den tollen Tagen der Ausblick, was dann kommt? Aber klar doch – und ich will wirklich kein Spielverderber sein! Denn den Höhepunkt der Fastnacht erreichen wir am – na wann? Rosenmontag? Mardi Gras? Eben nicht – sondern erst am Aschermittwoch! Von daher hat all die ausgelassene vorgelagerte Fröhlichkeit eigentlich erst ihren Sinn. Also: Alles mit Ausblick und alles mit Maß – auch die Mäßigung. Und deshalb die herzliche Einladung, mit dem kommenden Mittwoch die österliche Fastenzeit zu beginnen. Und dazu auch die herzliche Einladung, am

kommenden Sonntag,
den 09. März 2014

das Aschenkreuz

in unserer Kirche zu empfangen – wie immer um 10.30 Uhr in St. Louis. So wünsche ich Ihnen schöne Fastnachtstage, leutend rote Pappnasen und ein fröhliches saarländisches Faasenacht Allé Hopp

Ihr Pastor Jörg Dunsbach

 

 

Vorbereitung Erstkommunion 2014

Dieses Jahr feiern wir die Erstkommunion am Sonntag, den 25. Mai 2014 um 10.30 Uhr in unserer Kapelle. Eingeladen sind zunächst die Kinder der dritten Grundschulklassen. Diese Einladung ist allerdings offen. Sollten Kinder jüngeren Alters, die allerdings einen entsprechenden Reifegrad haben, von den Eltern angemeldet werden, ist dies natürlich auch möglich. Gleiches gilt für ältere Kinder, die noch keine Vorbereitung erlebt, bzw. Erstkommunion gefeiert haben. Die Entscheidung liegt natürlich bei den Eltern.

EK 2013 DinnerDie Vorbereitungstreffen sind Familienkatechesen. Das heißt: Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und Geschwister und nach Wunsch auch Großeltern, bzw. Maid sind herzlich eigeladen, diese Tage gemeinsam hier im Pfarrhaus zu verbringen. Jeder Tag wird ein eigenes Thema haben. Auch zum gemeinsamen Mittagessen sind alle herzlich eingeladen.

Geplant sind drei Vorbereitungstage:

1. Treffen: Samstag, 15. März 2014 11.00 – 15.00 Uhr
2. Treffen: Samstag, 29. März 2014 11.00 – 15.00 Uhr
3. Treffen: Samstag, 17. Mai 2014 11.00 – 15.00 Uhr

Desweiteren machen wir einen Ganztages-Familienausflug mit Strandgottesdienst am Samstag, den 10. Mai 2014 nach Satahip auf die Insel Ko Samae San. Bei schlechteren Wetter werden wir in den Open Zoo bei Chonburi fahren.

Bis jetzt haben sich bereits drei Familien angemeldet. Es ist also noch genügend Platz in der Vorbereitungsgruppe.

Sollten Sie noch Interesse haben, an der Vorbereitung und der Feier der Erstkommunion mit Ihren Kindern teilzuhnehmen, dann zögern Sie bitte nicht, sich noch anzumelden, ok?

Email bitte an post@gemeinde-bangkok.com

 

 


Neuer Nuntius für Thailand

Schülerinnen und Schüler zu Besuch in Bangkok und Baan Gerda

Schülerinnen und Schüler zu Besuch in Bangkok und Baan Gerda

Es war ein beeindruckender Gottesdienst mit den Jugendlichen des Antoniuskollegs. Durch den Gesang, mit musikalischer Unterstützung, neuen Liedern und Texten brachten die Jugendlichen einen frischen, beschwingten Geist und gute Atmosphäre in unsere Kirche. Es war für alle Gottesdienstteilnehmer ein Gewinn, begeisterte junge Menschen zu erleben, die sich aus sozialem Engagement auf dem Weg gemacht haben, hier in Thailand das Kinderheim Baan Gerda zu besuchen. Mehr dazu siehe unten! Für uns alle war es ein sehr schöner Gottesdienst und ein gelungener Start dieser Woche. Gerne wären wor noch länger zusammen geblieben, aber der Aufbrauch nach Baan Gerda stand bald schon bevor. So waren die kurzen Begegnungen nach der Messe zwar sehr intensiv, aber auch viel zu kurz. Wie auch immer: Wir wünschen den Jugendlichen und ihren Betreuern Gottes reichen Segen und Kraft, diese Tage in Thailand mit Freude und reichen Erfahrungen zu erleben.

Wir sind eine Gruppe von 9 Schülerinnen, 4 Schülern und 2 Lehrern vom Antoniuskolleg in Neunkirchen-Seelscheid bei Köln. Das Antoniuskolleg ist ein privates Gymnasium in Trägerschaft der Salesianer Don Boscos, die auch in Bangkok einige Schulen haben. An unserer Schule machen alle Schülerinnen und Schüler in der 10. Klasse ein 14 tägiges Sozialpraktikum. Wir machen das Praktikum in Baan Gerda, das in der Gemeinde sicherlich bekannt ist. Die Kontakte nach Baan Gerda sind über die Deutsche Botschaft und Karl Morsbach zustande gekommen. Direkt nach der Messe fahren wir dorthin und werden die Kinder 14 Tage in ihrem Alltag begleiten, mit ihnen spielen und Englisch lernen. Das Praktikum hat vor 2 Jahren schon einmal stattgefunden. Aufgrund der Informationen, die wir damals erhielten, haben wir uns auch für dieses Praktikum entschieden und wollen den Kindern ein Stück Lebensfreude schenken.
4 Schüler/innen von uns spielen in einer Band, die die Gottesdienste an unserer Schule musikalisch mit modernen Kirchenliedern gestaltet. Unsere Musik, die wir in Bangkok spielen werden, kann nicht so gut sein wie bei voller Besetzung (ca. 30 Mitglieder mit vielfältigen Musikinstrumenten), wir hoffen aber trotzdem, dass die Lieder der Gemeinde gefallen werden.“

Gemeinschaftshaus
Mit freundlichen Grüßen

G. Wittig

Ein Pressebrericht über eine bereits erfolgte Reise und weitere Informationen finden Sie >hier.

Ein Reisetagebuch der aktuellen Gruppe finden Sie >hier.

Hier gehts zur Homepage des Waisenheimes Baan Gerda: >hier

Noch mehr Bilder aus Baan Gerda? >Hier eine kleine Auswahl.
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Neuer Nuntius für Thailand

Begrüßung auch im Namen der Deutschsprachigen Kirchengemeinde

Neuer Nuntius für Thailand

Am Donnerstag, den 15. November 2012, kam der neue Nuntius in Bangkok an. Mit einem kleinen Empfang in der Nuntiatur neben dem St. Louis Hospital, also in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Kirche, wurde er in Bangkok willkommen geheißen. Paul Tschang In-Nam (* 30. Oktober 1949 in Seoul, Südkorea) empfing am 17. Dezember 1976 das Sakrament der Priesterweihe und wurde in den Klerus des Bistums Cheongju inkardiniert.
Am 19. Oktober 2002 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Amantia und bestellte ihn zum Apostolischen Nuntius in Bangladesch. Die Bischofsweihe spendete ihm am 6. Januar 2003 Johannes Paul II.
Am 27. August 2007 wurde Paul Tschang In-Nam Apostolischer Nuntius in Uganda. Papst Benedikt XVI. berief ihn am 4. August 2012 zum Apostolischen Nuntius in Thailand und Kambodscha sowie zum Apostolischen Delegaten in Myanmar und Laos. (Quelle: Wikipedia, und „The Hierarchy of the Catholic Church“)

Während unseres Gespräches, bei dem ich die Glück- und Segenswünsche unserer Gemeinde überbringen durfte, bat mich der neue Nuntius, unsere Gemeinde ebenfalls herzlich zu grüßen. Er freut sich, auch unsere deutschsprachige Kirche hier in Thailand einmal kennen zu lernen. Zum Abschluss bat er alle Gäste, für Ihn und all seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beten. So wünschen wir ihm auch auf diesem Weg alles Gute und Gottes reichen Segen.

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Totengedenken im November

Totengedenken im November

Traditionell gedenken die Christen im November ihrer Verstorbenen. Nur – der übliche Besuch auf den Friedhöfen und den Gräbern gestalten sich hier doch anders als in Europa. Zum einen, weil es zwar in Thailand Friedhöfe gibt – auch christliche -, die aber sehr selten sind und verstreut liegen. Zum anderen wurden in den allermeisten Fällen ja auch die Angehörigen der hier lebenden Familien auf den Friedhöfen ihrer Heimatländer beigesetzt. Fällt also das Totengedenken aus, weil „man nicht auf den Friedhof gehen kann“?

Ganz im Gegenteil: Die Kirche bietet gerade in ihrer Vielfalt reichhaltige Formen des Totengedenkens an. Dem ist insbesondere der 2. November, also der Allerseelentag, gewidmet. In Deutschland zumindest hat er sich – wegen des Feiertags – auf den Allerheiligentag am 1. November verlagert. Auch nicht schlimm, denn unsere Verstorbenen mit der Gemeinschaft der Heiligen in Verbindung zu setzen ist sinnvoll, werden wir doch durch unsere Taufe zu „Mitbürgern der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ ( Eph. 2,19).

Also haben unsere Gemeinden in Bangkok, Pattaya und Hua Hin dies zum Anlass genommen, im November in ihren Gottesdiensten das Gebet für die Toten in eine Form zu bringen. So konnten alle Gottesdienstteilnehmer eine kleine Kerze aufstellen, die zu Ehren derer brennen sollte, die man besonders im Blick hatte. Verstorbene Angehörige, Verwandte, Eltern, Kinder, Geschwister, Freundinnen und Freunde – und so viele mehr. Ein berührender Augenblick – konnte doch jeder seiner Trauer, die es in irgendeiner Form noch gibt, einen hoffnungsvollen Ausdruck verleihen.

„… und durch Christus, der für dich gestorben, soll ewiges Leben dich erfreuen.“ So heißt es in einem Choral der Beerdigungsfeierlichkeiten. Die brennenden Kerzen, miteinander vereint vor dem Kreuz Jesu, waren ein leuchtendes Zeichen dafür, dass wir alle in dem Gleuben verbunden sind, dass die Liebe stärker ist als der Tod.

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Erntedank in Pattaya und Bangkok

Erntedank in Pattaya und Bangkok

Am 6. und 7. Oktober feierten wir in Pattaya und Bangkok unser diesjähriges Erntedankfest. „Gepriesen bist Du, Herr unser Gott! Du schenkst und das Brot und den Wein. Sie sind Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit.“ – so heißt es in den Gebeten zur Gabenbereitung. Und tatsächlich – alles was wir Gott geben könnten, das hat er uns schon im Voraus geschenkt.

Deshalb ist der Erntedanktag auch so wichtig, sich daran zu erinnern, dass nichts selbstverständlich ist, sondern dass wir immer auf Gottes Zuneigung und Fürsorge angewiesen sind. An uns Menschen liegt es nun, unser Leben und alles, was wir von Gott bereits bekommen haben, mit unseren Begabungen und Fähigkeiten zu vermehren, zu gebrauchen, zu nutzen, zu bewahren und mit Leben zu erfüllen.

Erntedank ist also weitaus mehr, als nur für das tägliche Brot oder für die Ernte Dank zu sagen. Das, was unseren Leib erfüllt ist ein Sinnbild für die „Lebensmittel der Seele“: Unsere Beziehung zu Gott, das bedingungslose Vertrauen auf seine Zuwendung und Liebe, die Dankbarkeit für das Eingeschriebensein in seine Hand – all das wird uns am Erntedanktag wieder einmal bewusst.

Schön, dass die Altäre mit Erntegaben geschmückt waren. Die Exotik der Früchte machte wieder einmal deutlich, wie spannend es sein kann, liebgewordene Bräuche aus Europa in einen anderen Rahmen zu setzen und neu auf das zu schauen, was vielen schon seit frühen Kindesbeinen an so lieb und vertraut gewesen ist.

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Feierliche Einführung der neuen Messdiener

Feierliche Einführung der neuen Messdiener

Warum gibt es in der Kirche Ministranten (Messdienerinnen und Messdiener)?

Sicher ist, dass der Dienst am Altar kein Kinderkram ist. Es ist eine höchst wichtige Aufgabe. Die Gaben zum Altar zu bringen, dort unmittelbar zu beten und Verantwortung zu übernehmen – das sind wichtige Aufgaben der Gemeinde, wie sie ja zum Beispiel auch von den Lektorinnen und Lektoren wahrgenommen werden.

Wie schön, dass sich im vergangenen Jahr die Zahl der Ministranten daher von 0 auf 8 erhöht hat – zum einen durch das persönliche Interesse der Kinder und zum anderen durch die aktive Unterstützung der Eltern und Familien.

So konnten wir dann auch die Einführung der neuen Ministranten am Sonntag, den 30. September 2012 feiern. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes erhielten die Neuen Ihr Messdiensergewand, ihr eigenes Kreuz mit dem eingravierten Namen und eine offizielle Messdienerurkunde. Angelika und Rebecca Leiler, Chiara Oberst-Junmong, Celine Sommer, Felix Braun-Friderici, Felix Wolf, Finnian und Rupert Ottinger werden uns daran erinnern lassen, dass Jesus die Kinder in den Mittelpunkt gestellt hat (Mk 10,13-16). Denn dieser Dienst geht uns alle an und ist bei weitem nicht nur Unterstützung des Priesters. Kinder haben Hoffnung und Vertrauen – dies zu sehen tut auch uns Erwachsenen immer wieder gut. Deshalb DANK an alle Messdienerinnen und Messdiener, dass ihr bei uns seid und diese wichtige Aufgabe übernommen habt.

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Gartenfest der Gemeinde im September

Gute Stimmung auf dem Balkon

Gartenfest der Gemeinde im September

Es sollte zwar ein Fest im Garten werden, aber das Wetter hatte anders entschieden. Und trotzt Regen kam dann doch gute Stimmung auf. Denn unser Pfarrzentrum bot den 100 Gästen einen angemessenen Rahmen zum dritten Gemeindefest in diesem Jahr. Die 25 Kinder konnten sich beim Basteln der bunten Luftballon-Skulpturen betätigen und im Pool unter Aufsicht der Eltern war Wasserschlacht angesagt. Unter dessen hatten die anderen Gäste die Gelegenheit, an der Cocktailbar und beim Catering-Service für die kullinarischen Genüsse zu genießen. Mit zwei Long-Tables und mehreren Bänken, geschmückt mit farbenfohen Sonnenschirmen wurde das Wohnzimmer und die Terasse zur Party-Meile – unterstützt durch die schöne Jazz-Musik von Khun Nott´s Band.

Die Kirchengemeinde hat sich wieder einmal als offene Gemeinschaft gezeigt. Viele unterschiedliche Menschen sind zusammen gekommen. Deutschsprachige Gäste aus der Schweiz, aus Österreich und Deutschland; Menschen aus Singapore und Hongkong und viele unserer Gemeinde freundschaftlich verbundenen Thai-Gäste. Ein Fest – bunt wie das Leben hier in Bangkok. Beachtlich auch die große Zahl der Gemeindemitglieder aus Hua Hin und Pattaya, die den langen Weg nicht scheuten und unser Fest durch ihre Teilnahme noch abwechslungsreicher machten.

Begegnung ermöglichen – das ist das Ziel unserer Gemeinde. Wir erreichen es nicht nur bei der Feier unserer Gottesdienste, die Ziel und Ausgangspunkt all unserer Aktivitäten sind, wir kommen auch bei diesen Gelegenheiten zusammen und öffnen unseren Kreis auch für all jene, die vielleicht unseren Glauben (noch) nicht kennen oder aufgrund persönlicher Lebenswege den Bezug zur Gottesdienstgemeinschaft verloren haben. Trotzdem sind immer alle willkommen. Kirche ist immer mehr, als man unmittelbar im Gottesdienst erleben kann. Und dennoch – am darauffolgenden Sonntag waren dann viele mehrgekommen, obwohl diese auch am Vorabend lange ausgehalten hatten – frei nach dem Motto: Wer Abends lange feiert, der kann morgens auch gut beten.

So freuen sich alle auf das nächte Zusammensein. Geplant ist dann im Januar die nächste Gartenparty als Neujahrsempfang zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde. Nähere Termine werden noch bekannt gegeben.

Also bis dahin – alles Gute und Gottes Segen.

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Thailand und Deutschen Unternehmen

v.r.n.l.: Jirawat Chenpasuk, Frank Krings mit Gattin, Bischof Pibul, Jörg Buck mit Gattin, Pfr. Jörg Dunsbach

Thailand und Deutschen Unternehmen

Zu einem interessanten Treffen zwischen Kirche und Wirtschaft kam es am Abend des 09. September 2012 im katholischen Pfarrzentrum unserer Gemeinde. Caritas Thailand – die nationale kirchliche Vertretung des weltweiten Unternehmens Caritas International – und zwei Vertreter der deutschen Wirtschaft kamen zu einem Informationsaustausch zusammen. Bischof Pibul als leitender Bischof von Caritas Thailand, sowie seine beiden geschäftsführenden Sekretäre Patrick Mooney und Jirawat Chenpasuk, als auch Jörg Buck von der Thai-Deutschen Handelskammer und Frank Krings, Leiter der Deutschen Bank Bangkok, – beide begleitet von Ihren Ehefrauen – führten ein intensives Gespräch über die Vernetzung von deutschen Wirtschaftsunternehmen und sozial-caritativem Engagement in Thailand.

Schnell war klar, dass eine bisher zwar gern gesehene „open wallet – charity“ keine zukunftsweisende Möglichkeit mehr bietet, verantwortungsvoll und verlässlich die sozialen Fragen in Thailand zu behandeln – auch wenn die Finanzierung von Hilfsprojekten immer noch eine Frage des Geldes bleibt. Vielmehr ist gefragt, wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen ihre soziale Verantwortung im Gastland wahrnehmen können. So hat zum Beispiel die Deutsche Bank schon seit langer Zeit das Interesse, den Angestellten Möglichkeiten bereit zu stellen, sich sozial in ihrer Wahlheimat zu engagieren. Von „Manpower“ spricht man da gerne. Was aber viel mehr bedeutet als reine Arbeitskraft.

So war ein Ergebnis die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bank und Caritas, um Projekte langfristig auch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besetzen. Dies hilft nicht nur, die Projekte durchzuführen, sondern auch den in Not geratenen Menschen. Darüber hinaus hilft es den Angestellten, den Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln. Es geht also nicht nur darum, was man denn nun alles tun muss, sondern was man tatsächlich alles tun kann. Wirtschaftsunternehmen werden sich so zusehends auch ihrer persönlichen Verantwortung bewusst, die sich nicht mehr nur auf Geldspenden, sondern auch auf menschliches Miteinander und tatkräftiges Zupacken ausweitet.

Der Stammtisch der Thai-Deutschen Handelskammer wird in Zukunft auch eine Möglichkeit sein, bei dem die Kirchen und Bischof Pibul bei Thai-Deutschen Unternehmen um Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit werden kann.

Ein weiteres Beispiel, wie man im Rahmen des 150jährigen Bestehens der Thai-Deutschen Beziehungen für Zusammenarbeit neue Wege finden kann.

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