Kuenftiger Pfarrer hielt Buettenpredigt
Da hatte er gleich den Beifall auf seiner Seite: Pfarrer Joerg Dunsbach, zukuenftiger Seelssorger der deutschsprachigen katholischen Gemeinde St. Marien Bangkok, hielt am letzten Februarsonntag in der Kapelle des St. Louis-Krankenhauses eine gereimte Buettenrede als Predigt.
Der Geistliche aus dem Bistum Trier hielt sich zu einem organisatorischen Besuch in der thailaendischen Hauptstadt auf – bevor er im August offiziell in sein neues Amt eingefuehrt wird. Was lag da naeher, als einmal bei der kuenftigen Wirkungsstaette vorbeizuschauen. Oder wie es der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wolfgang Rollik bei der Begruessung formulierte: “Sie sind neugierig auf uns – wir sind neugierig auf Sie.”
Und so zelebrierte der Priester aus Deutschland schon einmal gemeinsam mit Pfarrer Xumpha, dem derzeitigen Seelsorger der Gemeinde, den Sonntagsgottesdienst. Der thailaendische Geistliche wunderte sich sicher nicht wenig, als der Gast eine Woche vor Karnevalssonntag eine saarlaendische Narrenkappe aufsetzte und in Reimform eine launinge Buettenpredigt ablieferte (“In die Buett’ steige ich ja symbolisch jede Woche.”). Da waren vielleicht manche ueberrascht, dass man auf diese Weise auch christliche Botschaften vermitteln kann. Tenor der Rede: Christen sollten doch froehlicher sein, ist ihnen doch der Himmel verheissen. Nach der Messe gab es dann noch reichlich Gelegenheit, mit Pfarrer Dunsbach persoenlich ins Gespraech zu kommen.
Wolfgang Rollik
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