Zehn Firmbewerber stellten sich der Gemeinde vor 

„Jetzt kann ich öffentlich sagen, dass ich an Gott glaube.“ Diesen Satz sprachen am Sonntag, 22. März, alle zehn Firmbewerber dieses Jahres nacheinander bei ihrer Vorstellung vor Mitgliedern der katholischen deutschsprachigen Gemeinde St. Marien, Bangkok. Mit ihrer Bereitschaft, durch das Sakrament der Firmung Vollmitglieder der Kirche zu werden, hätten die Firmlinge zum ersten Mal in ihrem Leben eine weitreichende Entscheidung getroffen, sagte Pfarrer Clemens Fabry.  Wichtig sei, dass die Zwölf- bis 14jährigen diese Entscheidung selbst getroffen hätten. Alle in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse der Deutsch-Schweizer Schule hätten sich freiwillig entschieden, betonte Fabry.  

Zur Vorbereitung auf die Firmung hätten sich die Firmlinge mit dem Glauben, der Kirche und der Gemeinde auseinandergesetzt, aber auch Glaubenszweifel nicht ausgespart. Dass fast alle der Kandidaten an der Erschaffung der Welt durch Gott zweifeln („weil man es nicht beweisen kann“) war während der Vorstellung herauszuhören, in der die Jugendlichen kurz skizzierten, wer sie sind und was sie zur Kirche bringt. Zum Beispiel: Jemanden zu haben, mit dem man reden kann, oder Menschen zu finden, die denselben Glauben teilen. 

Pfarrgemeinderatsmitglied Michael Kummer hatte zu Beginn der Messe die Jugendlichen im Namen der Gemeinde herzlich willkommen geheissen. Im Pfarrgemeinderat hätten sich aktive Mitglieder der Gemeinde zur Beratung und zur Planung des Gemeindelebens zusammengefunden: „Ihr seid auch auf dem Weg aktive Mitglieder zu werden,“ sagte Kummer. Er erwähnte die „Bestärkung im Geist“, die die Firmbewerber bald durch die Firmung erführen.

Die Jugendlichen seien nun auf dem Weg ihren Mitgliedsstatus in der Kirche von Silber auf Gold zu verbessern: „Ihr bekommt die goldene Mitgliedskarte.“ Die Gemeinde würde sich freuen, wenn die Jugendlichen „etwas in diese Gemeinde einzubringen“ würden, sagte Kummer.

Dass die Firmlinge dieses Jahres sich als Gruppe zusammengefunden haben, machten sie selbst am besten gleich zu Beginn ihres Vorstellungs-Gottesdienstes deutlich. Ohne besondere Aufforderung füllten alle zehn Firmbewerber die erste Bank auf der rechten Seite. 

Der Vertreter des Papstes in Thailand, der Apostolische Nuntius, Erzbischof Salvatore Pennacchio, wird die zehn Jugendlichen am 7. Juni in der Kapelle des St. Louis-Krankenhauses firmen.

 

Wolfgang Rollik

 

                                    

 
 
 
 
 
 
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