Waisenkinder von Baan Gerda beschenkten Gemeindemitglieder
“Beim Thema HIV/Aids ist die Luft raus,” sagt Karl Morsbach. Er muss es wissen. Der Gruender des Waisenhauses fuer Kinder mit dieser Infektion spuert ein nachlassendes Interesse an der Thematik. Dennoch machten sich fast 20 Mitglieder der deutschsprachigen katholischen Gemeinde St. Marien in Bangkok am letzten Wochenende vor den Sommerferien mit Bus und teilweise auch per Pkw auf nach Baan Gerda in Lopburi. Einige hatten auch ihre Kinder mitgebracht.
Er wolle die Fahrt nicht “Gemeindeausflug” nennen, sagte Pfarrer Ernst-Michael Kryschak, es sei vielmehr ein Besuch bei den Kindern. “Wir sind nicht aus Neugierde gekommen, um die Kinder zu sehen, sondern als Teil dessen, was Jesus uns aufgetragen hat: die Liebe zum Naechsten.”
86 Kinder hat das Heim, das Karl Morsbach, auch langjaehriger Organist der Gemeinde, im Jahre 2001 mit seiner Frau Tassanee gegruendet hat. Das Besondere ist: Die Kinder leben nicht in einem einzigen, grossen Haus, sondern in einzeln stehenden Haeusern in kleinen Gruppen, “Familien”. Eine “Mutter” sorgt dort fuer sie.
Die Besucher kamen nicht mit leeren Haenden. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dominikus von Pescatore ueberreichte aus dem Caritasfonds der Gemeinde den Betrag von 60.000 Baht.
“Nicht nur die Kinder werden beschenkt, sondern auch wir,” sagte Pfarrer Kryschak. Und an die Kinder gewandt, die sich beim Gottesdienst im Freien am Rand still auf den Boden gesetzt hatten: “Ihr habt uns mit eurem Laecheln und euren strahlenden Augen beschenkt.”
Wolfgang Rollik
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