Erstkommunion: Licht in den Herzen und draussen
Am Ende wurde es wirklich Licht, an diesem 1. Mai: Als die Kommunionkinder Rebbeca Leiler, Nicola Walker und Felix Wolf am Schluss ihrer Erstkommunionfeier in der Bank sassen, kam die Sonne durch. Am Morgen hatte es noch düster und regnerisch ausgeschaut. Die Kinder und Kriemhilde Ritter vom Pfarrgemeinderat, die für die Vorbereitung gesorgt hatte, hatten ihren Gottesdienst unter das Thema „Licht“ gestellt. Und da war es nun: in den Herzen und draussen.
Der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Wolfgang Rollik überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. Er wünsche, dass die Kinder sich immer so an diesen Weissen Sonntag erinnerten, wie viele andere Menschen dies bereits tun. Er berichtete, dass ihm am Morgen auf dem Kirchplatz eine Mutter mit ihrer Tochter begegnet sei. Normalerweise gehen beide in eine Kirche in ihrer Nähe. Aber heute hätte die Tochter gesagt: „Lass und da hin gehen.“ Da hin, das war hier her: zu Rebecca, Nicola und Felix. Das Mädchen hatte sich nämlich an ihre eigene Erstkommunion vor zwei Jahren erinnert und wollte dabei sein. Rollik: „Wenn sich jemand erinnert und dann sagt: ‚Lass uns da hingehen!‘ – wie schön ist denn das?“
Damit das Erinnern auch eine Gedächtnisstütze hat, gab es Andenken: Jedes Kind erhielt ein Bronzekreuz des Künstlers Egino Weinert, auf dessen Balken die allererste Kommunionfeier, das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, dargestellt ist. Pfarrer Xumpha segnete die Kreuze am Altar, bevor er sie an die Kommunionkindern austeilte. Der neue Pfarrer der Gemeinde, Jörg Dunsbach, der im August seinen Dienst antritt, liess Kinderbibeln überreichen. Da werden die Kommunionkinder gestaunt haben, als sie in der biblischen Geschichte beim Lesen ihre eigenen Namen entdeckten.
Und noch eine Gedächtsnisstütze an diesen besonderen Tag gab Rollik den Kindern und Angehörigen mit auf den Weg: Da, wo Rebecca, Nicola und Felix gerade erstmals die Kommunion empfangen hatten, hatte am 11. Mai 1984 Papst Johannes Paul II. gekniet. Hier in der Kapelle hatte er bei seinem Thailand-Besuch zu den Bischöfen des Landes gesprochen. Und genau am Tag der Erstkommunion des Mädchens und der beiden Jungen wurde er ihn Rom seliggesprochen.Wolfgang Rollik dankte Frau Ritter mit einem Blumenstrauss für ihre wochenlangen Bemühungen um die Vorbereitung der Kinder.
Dominikus von Pescatore verabschiedet
Und es galt auch Abschied zu nehmen von Dominikus von Pescatore und seiner Frau Alicia. Der langjährige Pfarrgemeinderatsvorsitzende hat Thailand mit neuen beruflichen Zielen verlassen. Eine besondere Würdigung habe es ja bereits bei seinem berufsbedingten Rückzug aus dem Gemeinderat gegeben, sagte Rollik. Er wies aber noch einmal auf von Pescatores besonderes soziales Engagement in Thailand und seinen Einsatz für den Religionsunterricht hin.
Nach dem Gottesdienst hatten die Eltern die Gemeinde zu einem Imbiss auf dem Gelände der Kapelle eingeladen.
Wolfgang Rollik
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