Liebe Schwestern und Brüder,
ein schwieriges Evangelium (Mt 20, 1-16a) – keine Frage. Wer es hört, kann eigentlich nur den Kopf schütteln. Das ist doch ungerecht: Die einen schuften den ganzen Tag in der Hitze, die anderen kommen für eine Stunde – und bekommen denselben Lohn.
Zwei Dinge helfen uns, den Text richtig zu verstehen. Erstens: Es ist ein Gleichnis, keine Erzählung. Jesus erzählt nicht, wie ein Weinbergbesitzer wirklich zahlen sollte. Zweitens: Es geht um das Himmelreich – also um Gottes Handeln, nicht um unsere Lohnbuchhaltung oder Arbeitswelt.
Schauen wir genauer hin: Die Arbeiter der ersten Stunde bekommen genau das, was vereinbart war. Kein Betrug, kein Wortbruch. Ihr Problem beginnt erst, als sie zur Seite schauen. Als sie sehen, was die anderen bekommen. Der Hausherr fragt sie am Ende: „Bist du neidisch, weil ich gütig bin?“
Wie oft messen auch wir unser Leben am Leben der anderen. Was der Nachbar hat, was die Kollegin erreicht, was dem Bruder gelungen ist. Und plötzlich wird das eigene Leben kleiner, ärmer, als es ist. Vergleichen kann klein machen.
Jesus sagt in diesem Gleichnis: Schau nicht auf das, was der andere bekommt.
Schau auf das, was Gott dir geschenkt hat. Nicht im Vergleich – für dich allein.
Herzliche Grüße Stephen
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Herzliche Einladung
zum vorgezogenen Erntedankgottesdienst mit anschließendem Mitbringpicknick in
Pattaya am 19.9.26 um 11 Uhr und zum
Ökumenischen Familiengottesdienst zu Erntedank mit anschließendem Mitbringpicknick in
Bangkok am 20.9.26 um 12 Uhr.

